Philadelphia Barack Obama glüht für Hillary Clinton

Im Kampf gegen Trump vereint: Barack Obama und Hillary Clinton.
Im Kampf gegen Trump vereint: Barack Obama und Hillary Clinton. © Foto: afp
Philadelphia / PETER DE THIER 29.07.2016
So viel Begeisterung: US-Präsident Obama lobte Präsidentschaftskandidatin Hillary Clinton in höchsten Tönen. Sie habe unermessliche Erfahrungen.

Sein eigenes politisches Vermächtnis malte er in leuchtenden Farben aus, überhäufte Hillary Clinton mit überschwänglichem Lob und mokierte sich über den republikanischen Präsidentschaftskandidaten Donald Trump. „Über die Zukunft unserer Nation bin ich heute optimistischer als je zuvor“, versuchte Barack Obama jene Schwarzmalerei zu entkräften, die vergangene Woche den Parteitag der Republikaner beherrscht hatte. In seinen fast zwei Amtsperioden seien 14 Millionen neue Jobs entstanden, Kriege wurden beendet und Soldaten konnten heimkehren. Unterbrochen wurde Obamas Rede auf dem Parteikonvent der Demokraten in Philadelphia von begeisterten Rufen „Yes we can, yes we can“, jenem Slogan, mit dem sich Obama um den Chefsesel im Weißen Haus beworben hatte.

Für Hillary Clinton gab Obama eine glühende Wahlempfehlung ab: Wie zäh und unverwüstlich sie sei, das habe er 2008 am eigenen Leib gespürt, als er sie während der Vorwahlen partout nicht abschütteln konnte. Zudem verfüge sie über unermeßliche Erfahrung, als ehemalige First Lady, Senatorin und Außenmisterin, und genieße rund um den Globus das notwendige Ansehen. „Niemand auch nicht Bill Clinton oder ich, sind besser qualifiziert, als Präsident zu dienen“ pries Obama seine frühere Chefdiplomatin. Dann wandte er sich an den früheren Präsidenten, der im Publikum saß. „Sorry Bill!“, scherzte der amtierende Präsident.

Genüsslich verspottete Obama dann den republikanischen Gegner. Trump habe „in seinen 70 Jahren auf dieser Erde eine Spur unbezahlter Arbeiter und betrogener Geschäftspartner hinterlassen“ und sei zudem gar kein echter Republikaner. Auch  der ehemalige New Yorker Gouverneur Michael Bloomberg, der unabhängig ist, wetterte gegen Trump: „Ich bin ein New Yorker, und ich erkennen einen Betrüger, wenn ich ihn sehe.“