Ulm Aschermittwoch: Beginn der Fastenzeit

Ulm / KNA/EPD/AFP 10.02.2016
Mit dem Aschermittwoch beginnt für Christen die 40-tägige Fastenzeit, wobei die Sonntage nicht als Fastentage gezählt werden. Seit dem 5. Jahrhundert rückte während der Vorbereitung auf Ostern das Fasten in den Mittelpunkt.

Der Verzicht auf Speisen und Getränke wie Fleisch und Wein oder auch auf den Fernsehkonsum gilt als Symbol der Buße und der spirituellen Erneuerung. In den sieben Wochen vor dem Osterfest nehmen sich viele Christen zudem mehr Zeit für Ruhe, Besinnung und Gebet, um sich selbst und Gott näherzukommen.

In der katholischen Kirche zeichnet der Priester am Aschermittwoch ein Aschekreuz als Symbol der geistigen Reinigung und der Vergänglichkeit auf die Stirn der Gottesdienstbesucher. In der evangelischen Kirche beteiligen sich rund drei Millionen Menschen an der Fasteninitiative "Sieben Wochen Ohne", um aus gewohnten Konsum- und Verhaltensweisen auszusteigen und neue Lebensziele zu finden. In diesem Jahr steht sie unter dem Motto "Großes Herz! Sieben Wochen ohne Enge." Nach einer Forsa-Umfrage wollen rund zwei Drittel der Befragten auf Alkohol (67 Prozent) und Süßigkeiten (66 Prozent) verzichten, mehr als jeder dritte Befragte für einige Wochen auf Fleisch (38 Prozent). Es folgen Fernsehen mit 33 Prozent und Rauchen mit 32 Prozent. Nur 15 Prozent wollen für einige Zeit das Auto stehen lassen.

Fastenzeiten sind in fast allen Religionen bekannt, so etwa der Fastenmonat Ramadan im Islam. Am Ende der Winterzeit fasten viele Menschen allerdings auch mit dem Wunsch nach ganzheitlichem Wohlbefinden. Viele schwärmen zugleich von einer geistigen Freiheit während des Verzichts auf Nahrung.