Rechtsterrorismus

Chemnitz / Stefan Kegel 02.10.2018

Den rechtsextremen Umtrieben in Sachsen wollen die Sicherheitsbehörden des Landes künftig entschlossener entgegentreten. Die Landesregierung kündigte an, eine schnelle Eingreiftruppe zu gründen. Sie soll im Polizeilichen Terrorismus- und Abwehrzentrum angesiedelt sein.

Hintergrund ist die wachsende Gewalt in der rechtsextremen Szene. Zu ihr zählt die ausländerfeindliche Vereinigung „Revolution Chemnitz“, die mit der Festnahme von Mitgliedern ins Licht der Öffentlichkeit geriet. „Nach bisherigen Erkenntnissen gibt es die Gruppe erst seit dem 11. September“, berichtet Carolin Urban von der Generalbundesanwaltschaft. Bekannt ist eine Gewalttat am 14. September. Nach einer Demo der rechtspopulistischen Bewegung „Pro Chemnitz“ hatten 15 Mitglieder und Anhänger Menschen auf der Chemnitzer Schlossteichinsel überfallen. Mit der Begründung, eine Bürgerwehr zu sein, überprüften sie Ausweise und griffen sieben Ausländer an. Einer wurde mit einer Glasflasche verletzt. Die Täter waren mit einem Elektroschocker bewaffnet sowie mit Quarzhandschuhen, welche die Schlagkraft deutlich verstärken.

Laut „Stern“ geht aus einer Verfügung des sächsischen Innenministeriums hervor, dass die Behörden schon 2014 auf eine Gruppierung „Revolution Chemnitz“ gestoßen waren. Ob es sich um die gleiche Gruppe handelt, ist unklar.

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