Parteien

Berlin / dpa 23.06.2018

Die SPD bereitet sich angesichts der internen Konflikte des Koalitionspartners gedanklich auf eine mögliche Neuwahl vor. Das Nachrichtenmagazin „Der Spiegel“ berichtet, in der SPD-Zentrale hätten Ende vergangener und Anfang dieser Woche bereits drei interne Besprechungen unter Leitung des Generalsekretärs Lars Klingbeil stattgefunden, bei denen es um die Vorbereitung eines womöglich auf die Schnelle zu organisierenden Bundestagswahlkampfs gegangen sei. Thema sei unter anderem gewesen, welcher Wahltermin in Frage käme und welche Fristen sich daraus ergeben würden, um Kandidatenlisten aufzustellen oder ein Wahlprogramm zu erarbeiten. Auch mögliche Hallen für einen Sonderparteitag waren Thema. Als frühesten Zeitpunkt für eine Neuwahl hätten die SPD-Strategen dabei Anfang September ins Auge gefasst. Aus Parteikreisen wurde bestätigt, dass es entsprechende Gespräche gab. Es gehe aber lediglich darum, auf alles vorbereitet zu sein.

Die SPD hat in ihrem Bundestagswahlkampf 2017 zahlreiche Defizite ausgemacht und wurde Ende 2017 auch kalt erwischt davon, dass die Gespräche zwischen Union, FDP und Grünen über eine mögliche Jamaika-Koalition überraschend platzten. Diesmal wollen sich die Genossen besser für mögliche Eventualitäten wappnen.

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