Auf digitalen Parteitagen wollen die beiden CDU-Landesverbände parallel am Samstag (ab 10.00 Uhr) ihr Wahlprogramm beschließen. Beide Parteitage sollen digital stattfinden. In Stuttgart wird der frisch gewählte CDU-Bundeschef Armin Laschet am Nachmittag persönlich erwartet - er wird ausgerechnet dort eine Rede halten, wo Friedrich Merz stets besonders viele Anhänger hatte. Die Delegierten in den beiden Ländern erhoffen sich von der Bundespartei Rückenwind für die Wahlen.

CDU-Kultusministerin Susanne Eisenmann für Öffnung der Schulen trotz Corona-Lockdown

In Baden-Württemberg stellte die traditionell konservative Südwest-CDU viele Jahrzehnte lang den Regierungschef. Seit 2016 regieren die Christdemokraten als Juniorpartner in einer Koalition mit den Grünen unter Führung von Ministerpräsident Winfried Kretschmann. Mit Spitzenkandidatin Susanne Eisenmann (CDU), die gleichzeitig als Kultusministerin in der Corona-Krise für offene Schulen kämpft, will die CDU zu alter Stärke finden.
In Rheinland-Pfalz, wo Ministerpräsidentin Malu Dreyer (SPD) ein Ampelbündnis mit Grünen und FDP führt, wollen die Christdemokraten nach drei Jahrzehnten in der Opposition wieder die politische Gestaltung im Land übernehmen. Ihr Wahlprogramm, das am Samstag beschlossen werden soll, nennen sie deshalb auch „Regierungsprogramm“. Die CDU-Landesvorsitzende Julia Klöckner und Spitzenkandidat Christian Baldauf kommen in einem Studio in Wiesbaden zusammen, in das Mitglieder aus allen Teilen von Rheinland-Pfalz digital zugeschaltet sind.