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Wolfsburg / dpa  Uhr
In Wolfsburg haben rund 80 Aktivisten einen Autozug nahe des VW-Werks gestoppt. Sie demonstrieren gegen die Klimakrise, für die sie die Autoindustrie maßgeblich verantwortlich machen. Bereits 2015 hatte Greenpeace in der Autostadt protestiert.

Mehrere Aktivisten haben am Dienstag in Wolfsburg einen Zug nahe des Volkswagen-Werks gestopptgestoppt. Dieser war mit neuen Fahrzeugen von Volkswagen beladen, sagte ein Polizeisprecher. Der Zug befand sich auf dem Zubringer ins VW-Werk, der öffentliche Bahnverkehr war nicht beeinträchtigt. Die Polizei war nach Angaben des Sprechers mit etwa 15 Beamten vor Ort und beobachtet die Situation zunächst. Am Abend wurde dem Polizeisprecher zufolge das Ende der Aktion eingeleitet. Aktivisten, die sich an einer Brücke abgeseilt hatten, sollten dafür zunächst auf ein Boot der Schifffahrtspolizei heruntergelassen werden.

Der blockierte VW-Autozug steht in Teilen auf einer Brücke über dem Mittellandkanal.
© Foto: DPA

Einige der Protestler ketteten sich nach Informationen der Wolfsburger Allgemeinen an den Gleisen im Bereich der Tappenbecker Landstraße fest, zudem hätten sich einige der Protestler von der Mittellandkanalbrücke abgeseilt, auf der der Zug in Teilen steht. Der Verkehr auf der Wasserstraße wurde vorübergehend eingestellt.

Ziel der Aktivisten: Produktion von VW verzögern

„Auf den Gleisen der Deutschen Bahn gibt es keine Beeinträchtigungen“, sagte ein DB-Sprecher. Mehrere Umweltschutzgruppen wollen nach Angaben eines Teilnehmers die Produktion beim Autobauer Volkswagen zumindest verzögern. Deshalb sei der Zug zwischen dem VW-Werk und dem Bahnhof in Fallersleben angehalten worden. Mehrere Teilnehmer hätten sich an den Gleisen befestigt. Die Aktion richte sich gegen die Automobilindustrie, die maßgeblich verantwortlich für die Klimakrise sei. Ein VW-Sprecher war zunächst nicht zu erreichen.

Aktivisten der „Aktion Autofrei“ auch in der Autostadt in Wolfsburg unterwegs

Federführend beteiligt ist eine Gruppe namens „Aktion Autofrei“ Den Aktivisten geht es vor allem um die Verkehrswende. Auf Twitter posteten sie: „Wir haben eine weitere Info vom #VW Werkschutz erhalten – wir blockieren Autos in einer menge von 60 LKW-Ladungen!“

Zudem habe man in der sogenannten „Autostadt“ in Wolfsburg einen Globus zum Zwecke des Protests gekapert, schrieben die Aktivisten in einem weiteren Post.

Mit der „Besteigung“ des dortigen Globus wolle man ein Gespräch mit einem Konzernmitglied erreichen. Zwischenzeitlich, so posteten die Aktivisten, hätte VW einem öffentlichen Gespräch zugestimmt - dann aber doch wieder einen Rückzieher gemacht.

Greenpeace-Demo gegen Volkswagen im Jahr 2015

Laut Wolfsburger Allgemeiner Zeitung ist das Wolfsburger Werk von Volkswagen schön öfters Ziel von Angriffen von Aktivisten gewesen. Im Jahr 2015 etwa hatten Greenpeace-Mitglieder das Dach des Haupteingangs gekapert und ein Transparent entrollt.

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