Vor der Auftaktsitzung auf Schloss Elmau in den bayerischen Alpen spricht Scholz mit US-Präsident Joe Biden, der bereits in der Nacht am Tagungsort eintraf. Es ist der erste Deutschlandbesuch Bidens seit seinem Amtsantritt Anfang 2021.

G7-Staaten: Ukraine-Krieg und seine Folgen

Bei dem Gipfel wird sich vieles um den Ukraine-Krieg und seine Folgen drehen. Die G7-Staaten dürften dem von Russland angegriffenen Land erneut Unterstützung zusichern, solange sie nötig ist. Konkrete Finanzzusagen werden im Kampf gegen die Hungersnot erwartet, die vor allem in Ostafrika herrscht und sich angesichts steigender Getreidepreise im Zuge des Krieges noch verschärft. Auch die hohen Energiepreise werden Thema in Elmau sein, und natürlich der Klimaschutz.

Die Teilnehmer

Zur G7 gehören sieben der wirtschaftsstärksten Demokratien der Welt: Deutschland, die USA, Frankreich, Großbritannien, Italien, Kanada und Japan. Außerdem nehmen an dem Gipfel EU-Ratspräsident Charles Michel und Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen teil. Scholz hat auch fünf Gastländer eingeladen - Demokratien aus Asien, Afrika und Südamerika: Indien, Indonesien, Südafrika, Senegal und Argentinien. „Unser Verständnis von Demokratie greift zu kurz, wenn wir uns nur auf den klassischen Westen konzentrieren“, sagt Scholz zur Begründung. Der Gipfel findet in einem zum Fünf-Sterne-Hotel umgebauten Schloss im bayerischen Wettersteingebirge statt.

Söder heißt G7-Chefs willkommen - aber auf dem Foto fehlt Scholz

Bayerns Ministerpräsident Markus Söder hat die G7-Staats- und Regierungschefs am Samstag vorab per Twitter in Bayern willkommen geheißen - aber auf dem dazugehörigen Foto fehlt einer: Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD). „Die Welt zu Gast in Bayern: Welcome to Bavaria“, schrieb der CSU-Chef auf Twitter. „Wir begrüßen die wichtigsten Staatschefs der Welt. Beim G7-Gipfel organisiert sich die freie Welt und definiert gemeinsame Interessen.“ Die aktuellen Krisen in der Welt zeigten, wie wichtig internationale Abstimmung sei. „Grüß Gott in Bayern!“, hieß es auf dem Foto dazu. Abgebildet waren US-Präsident Joe Biden, Frankreichs Präsident Emmanuel Macron, der britische Premierminister Boris Johnson, Italiens Regierungschef Mario Draghi, Kanadas Premier Justin Trudeau und der japanische Ministerpräsident Fumio Kishida - also sechs Staats- und Regierungschefs. Ausgerechnet der Gastgeber Scholz war nicht abgebildet.
Ebenfalls nicht auf dem Foto waren EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen und EU-Ratspräsident Charles Michel. Die beiden sind zwar keine Staats- oder Regierungschefs, nehmen aber an den G7-Gipfeln als oberste Vertreter der Europäischen Union teil.