Am Donnerstag, 30. Juni, sind erneut Fliegerbomben gesprengt worden, die bei Sondierungsarbeiten gefunden wurden. Wie schon am Donnerstag zuvor, als eine erste Bombe gefunden worden war. Die beiden Bomben sind um 11.27 Uhr kontrolliert gesprengt worden. Dabei kam niemand zu Schaden. Auch Sachschäden habe es keine gegeben, teilte ein Sprecher der Polizei auf Nachfrage unserer Redaktion mit.
Am Mittwoch, 29. Juni, kurz nach 9 Uhr hatte der Kampfmittelbeseitigungsdienst die Polizeiinspektion Günzburg davon unterrichtet, dass auf einer Freifläche östlich des Gewerbegebietes Deffingen Süd (Kimmerle-Ring) beziehungsweise an der Bundesstraße 16 und südlich der Autobahn A8 bei Sondierungsarbeiten zwei weitere Fliegerbomben aus dem letzten Weltkrieg gefunden wurden.

Zusammen 50 Kilo Sprengstoff

Die Bomben sind mit einer Nettosprengmasse von insgesamt rund 50 Kilogramm ausgestattet. Aufgrund der Beschaffenheit der Fliegerbomben können diese nicht entschärft werden, sondern müssen gezielt am Fundort gesprengt werden, informiert die Polizei weiter. Aus Sicherheitsgründen ist diese Sprengung am Vormittag des 30. Juni durchgeführt worden.
Es habe keine Gefahr für die Bevölkerung bestanden. Für die Durchführung der Sprengung am Donnerstagmorgen musste um den Fundort zwingend ein Sicherheits- und Evakuierungsbereich festgelegt werden, dessen Radius aufgrund umfassender Vorbereitungsmaßnahmen auf 500 Meter eingegrenzt werden konnte. Betroffen von dem Sicherheitsradius und den damit verbundenen Absperrmaßnahmen sind Betriebe im Bereich des Gewerbegebietes Deffingen Süd und auch wieder die Zufahrt zum Feriendorf des LEGOLAND-Freizeitparkes.

Erneut viel Stau

Ebenso betroffen war wiederum die Autobahn A8. Während der unmittelbaren Vorbereitung und Durchführung der Sprengung darf der definierte Sicherheitsbereich nicht betreten oder befahren werden. Dies betrifft auch den Durchgangsverkehr auf der Autobahn und bedingt die Sperrung der Autobahn zwischen den Anschlussstellen Günzburg und Burgau im Zeitraum zwischen kurz vor 11 Uhr und 12 Uhr. Eine Anfahrt sämtlicher Autohöfe im Bereich Jettingen-Scheppach und Günzburg war in diesem Zeitraum nicht möglich.
Gesperrt wurden auch das Gewerbegebiet Deffingen Süd und Teile von Deffingen selbst, nördlich der Autobahn A8. Ebenso informiert wurden die betroffenen Gewerbebetriebe, welche in dem genannten Zeitraum geschlossen bleiben.

Kampfmittelfunde wegen Erschließung eines Gewerbegebiets

Mit dem Fund der neuen Bomben dürfte erneut die Firma Terrasond Kampfmittelräumung GmbH aus Leipheim beauftragt worden sein. Bevor das neue Gewerbegebiet bei Günzburg erschlossen werden kann, sucht diese das Gelände bei der A8 mit einem Spezialfahrzeug auf ferromagnetische Objekte ab. Dabei wurde bereits die erste Fliegerbombe gefunden. „Unser Feldteam hat sie anhand der GPS-Daten mit dem Spaten freigelegt und den Kampfmittelbeseitigungsdienst verständigt“, sagt Geschäftsführer Denny Brademann.
Das Legoland ist diesmal nur peripher betroffen. „Der Park öffnet ganz normal von 10 bis 18 Uhr mit allen Bereichen, auch das Verwaltungsgebäude muss diesmal nicht evakuiert werden“, sagt Pressesprecherin Lena Erhardt. Lediglich die Zufahrt zum Feriendorf sei von 9.30 bis 12 Uhr gesperrt, anreisende und abreisende Gäste seien davon informiert worden.