Fukuoka / dpa  Uhr

Die Finanzminister der G20-Wirtschaftsmächte beraten heute im japanischen Fukuoka über eine radikale Neuordnung der internationalen Konzernbesteuerung. Bei dem Treffen, bei dem auch Bundesfinanzminister Olaf Scholz (SPD) vertreten sein wird, geht es zum einen über die Einführung globaler Mindeststeuern. Diskutiert wird außerdem eine Neuverteilung der staatlichen Besteuerungsrechte, die sich in Zukunft weniger am Produktionsstandort, dafür mehr am Ort des Marktes und des Konsums orientieren könnten.

Schwellenländer hoffen auf mehr Einnahmen

Hintergrund ist, dass vor allem Digitalriesen wie Facebook und Google etwa in Europa große Gewinne einfahren, diese aber oft kaum besteuert werden können, weil es in den jeweiligen Ländern keine Unternehmenssitze gibt. Schwellenländer wie Indien erhoffen sich durch die Neureglung der Besteuerung hingegen zusätzliche Einnahmen in klassischen Industriezweigen.

Bei dem Treffen am Samstag und Sonntag soll eine politische Grundsatzeinigung erzielt werden, konkrete Schritte könnten dann im kommenden Jahr folgen.