Bei den Beratungen der EU-Innenminister am Freitag soll es etwa darum gehen, wie Informationen besser miteinander geteilt werden können. Für Deutschland wird Staatssekretär Helmut Teichmann zu dem Treffen in Brüssel erwartet.

Die Türkei hatte Ende Februar erklärt, die Grenze zur EU sei für Migranten offen. Daraufhin machten sich Tausende auf den Weg, um aus der Türkei nach Griechenland und somit in die EU zu gelangen. Griechenland wehrte die Menschen jedoch ab. Die EU unterstützt Athen, etwa mit Hilfsgeldern und durch die EU-Grenzschutzagentur Frontex. Die Minister wollen nun bewerten, wie sich die Lage entwickelt hat.

Flüchtlinge: Hilfe für die Kinder und Jugendliche

Zudem dürften sie darüber beraten, wie künftig mit den unbegleiteten Minderjährigen in den überfüllten Flüchtlingslagern auf den griechischen Inseln umgegangen wird. Die EU-Kommission macht sich für Hilfe für die Kinder und Jugendlichen stark. Innenkommissarin Ylva Johansson hatte am Donnerstag mitgeteilt, dass Deutschland und sechs weitere EU-Staaten bereit seien, insgesamt 1600 unbegleitete Minderjährige und andere Flüchtlinge zu übernehmen.

Aktuell leben nach Angaben des griechischen Bürgerschutzministeriums mehr als 42.500 Migranten auf Lesbos, Samos, Kos, Leros und Chios - dabei liegt die Kapazität eigentlich bei rund 6000 Plätzen. Rund 5500 von ihnen sind laut EU-Kommission unbegleitete Minderjährige.