Eine internationale Konferenz zur Unterstützung des Sudans am Montag um 15.30 Uhr in Paris soll den Entschuldungsprozess des Landes einleiten. Mit dem Treffen soll auch die Wiedereingliederung des Sudans in die internationale Gemeinschaft fortgesetzt werden. Diese will das Land beim Übergang zur Demokratie unterstützen. Frankreichs Präsident Emmanuel Macron wird sich vor der Sitzung mit dem Vorsitzenden des sudanesischen Souveränitätsrats, General Abdel Fattah Abdelrahman Burhan, und dem Regierungschef Abdullah Hamduk treffen. Auch der deutsche Außenminister Heiko Maas (SPD) wird in Paris erwartet.
Der Sudan mit seinen 42 Millionen Einwohnern war unter dem autokratischen Präsidenten Omar al-Baschir lange Jahre isoliert und stand unter anderem auf US-Liste staatlicher Unterstützer von Terroristen. Dies war ein Grund für die tiefe Wirtschaftskrise, in der der Staat im Nordosten Afrikas steckt. Diese führte auch zu Massenprotesten und dem Putsch gegen Al-Baschir. Seitdem bemüht sich die Übergangsregierung um bessere Beziehungen zur internationalen Gemeinschaft.