Bildergalerie Die Steuersünden 2017

Nicht alles aus Gold ist auch was wert: Der Bund der Steuerzahler hat die Vergoldung der Hauswand im Hamburger Stadtteil Veddel in seinem diesjährigen Schwarzbuch kritisiert. Der Verband bemängeltebei der Vorstellung von fünf Fällen "öffentlicher Verschwendung", dass die Kulturbehörde 85.621,90 Euro für die Kunstaktion zur Verfügung gestellt habe.
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Wurde ebenfalls vom Steuerzahlerbund als Millionen-Verschwendung bezeichnet: Das Maximilianeum, das den bayerischen Landtag beherbergt. Die in die Jahre gekommene Fensterfront der Westfassade wurde durch eine neue ersetzt, zunächst wurde sogenanntes Goetheglas verbaut, nach Beschwerden von Abgeordneten wurde das Glas schließlich erneut ersetzt - diesmal durch klare, durchsichtige Fensterscheiben für zusätzlich 120.000 Euro.
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Teure Natur: Gut 15 mal teurer als geplant ist ein umstrittenes Gutachten der Stadt Hameln geworden, die damit schutzwürdige Bäume in den Ortschaften erfassen wollte. Statt 8500 Euro koste das Gutachten 130.000 Euro.
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Luxus fürs Fahrrad: Viel zu teuer sind nach der Meinung des Bundes der Steuerzahler diese Radhäuschen in Düsseldorf.
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Die Mülltonne mit der Bezeichnung "Solarpresshai" In Köln kostet pro Stück etwa 10.500 Euro. Die Luxustonnen komprimieren den Müll, so dass er seltener geleert werden müsse. Die Kölner Stadtreinigung geht aber von Mehrkosten in Höhe von 2000 Euro pro Tonne aus. Zudem benötigt der 8000 Euro teure Mülleimer auch mehr Wartung.
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Wer die Ostsee über die Autobahn 19 erreichen will, steht häufig an der Petersdorfer Brücke im Stau. Der Grund: Sanierungsarbeiten. Die dort ansässigen Fledermäuse sollen umgesiedelt werden. Dafür wurde eigens ein Fledermausquartier gebaut. Experten bezweifelten, dass die Fledermäuse die neue Unterkunft annehmen. Kosten: rund 500.000 Euro.
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Bei diesen Steuersünden sind Fußgänger im Spiel: Die Stadt Dresden hat einen Fußgängertunnel verfüllt und dafür eine Ampellösung erstellen lassen. Dabei sind aus Sicht des Steuerzahlerbundes die Kosten für das Verfüllen und die oberirdische Ersatzlösung doppelt so hoch wie die Kosten für die Instandsetzung des Tunnels. Für eine Fußgängerbrücke über den Schifffahrtskanal im Stadtquartier am Berliner Hauptbahnhof wird laut Steuerzahlerbund schon in der Planung teurer. Bereits vor Baubeginn zeichne sich ab, dass die Kosten gegenüber der Ursprungs-Schätzung (2,889 Millionen Euro) um rund eine Million steigen.
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