Nach der schweren Niederlage der Union bei der Bundestagswahl beraten die Kreis- und Bezirksvorsitzenden der CDU am Samstag in Berlin über den Neuanfang. Sie wollen zum einen das historisch schlechte Wahlergebnis von 24,1 Prozent für CDU und CSU aufarbeiten. Zum anderen wollen sie über den Weg hin zur Neuwahl der Parteispitze beraten. Es geht um die Frage, ob es bei mehreren Bewerbern für den Parteivorsitz eine Mitgliederbefragung geben soll. Die Letztentscheidung über den Vorsitz hätte allerdings ein Parteitag.
Diskutiert wird auch über eine Doppelspitze aus Mann und Frau. Dafür müsste erst die Parteisatzung geändert werden. Die Frauen in der Union drängen darauf, bei der personellen Neuaufstellung gleichberechtigt vertreten zu sein.
Das eintägige Treffen in Berlin wird von Parteichef Armin Laschet geleitet. Er gibt nach dem Wahldebakel den Parteivorsitz ab. Eingeladen sind die 326 Kreis- und die 27 Bezirksvorsitzenden der CDU. Die Kreisvorsitzendenkonferenz kann keine Beschlüsse fassen. Entscheidungen über das Vorgehen bei der Neubestimmung der Parteiführung werden erst in den Sondersitzungen von Bundesvorstand und Präsidium am kommenden Dienstag fallen.