Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD) setzt seine Balkan-Reise an diesem Samstag in Nordmazedonien und Bulgarien fort. Dabei wird es um den Streit zwischen den beiden Ländern über einen EU-Beitritt Nordmazedoniens geht. Das EU-Mitglied Bulgarien blockiert dies seit Jahren. Dabei geht es um Geschichtsschreibung und Rechte der bulgarischen Minderheit in Nordmazedonien.
Der Kanzler war am Freitag mit dem Ziel aufgebrochen, den stockenden EU-Beitrittsprozess für sechs Staaten der Region wieder in Gang zu bringen. Neben Nordmazedonien wollen auch Serbien, Montenegro, Albanien, Bosnien-Herzegowina und das Kosovo in die Europäische Union.
Scholz verweist darauf, dass allen diesen Ländern schon vor 19 Jahren ein EU-Beitritt in Aussicht gestellt wurde. „Deswegen ist es wichtig, ein neues Zeichen der Hoffnung und Zuversicht zu setzen, dass mit großem Ernst dieser Beitrittsprozess gewollt ist von der Europäischen Union“, sagte der Kanzler zum Auftakt seiner Reise im Kosovo. Außerdem hatte er am Freitag Serbien besucht und wollte am Abend in Griechenland an einem Abendessen mit Staats- und Regierungschefs südeuropäischer Staaten teilnehmen.