Geburtstag Gregor Gysi wird 70

Er war Mitbegründer der gesamtdeutschen Linken, prominentester Sympathieträger seiner Partei, ist ein pointensicherer Redner und streitbarer Talkshowgast. Seit Jahrzehnten prägt Gregor Gysi die politische Debatte in Deutschland mit. Jetzt wird der langjährige Frontmann der Linken 70.
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Heute ist Gysi Chef der Europäischen Linken, als einfacher Abgeordneter sitzt er zudem weiter im Bundestag - oben links, selbstgewählter Platz. Von da habe er den besten Üerblick, sagt er im Film grinsend. Auch nach zwei Herzinfarkten kann Gysi nicht von der Politik lassen.
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Doch bei den Linken im Bund fanden seine Plädoyers für Kompromisse zugunsten einer rot-rot-grünen Koalition zuletzt im Bundestagswahlkampf immer weniger Gehör. Gregor Gysi (3. von links) sitzt neben Oskar Lafontaine, Dietmar Bartsch und Sahra Wagenknecht im Kosmos in Berlin beim Jahresauftakt "Aufbruch für soziale Sicherheit" der Linken.
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Gysi wuchs in einem für DDR-Verhältnisse ungewöhnlichen Elternhaus auf, Künstler und Schriftsteller gingen ein und aus. Vater Klaus Gysi war unter Walter Ulbricht Kulturminister, später Botschafter in Rom und dann Staatssekretär für Kirchenfragen. Über seine Mutter sagt Gysi in dem MDR-Film: Ihr Stil sei immer adelig gewesen. Sie hätten zu Hause Bridge und Monopoly gespielt - "da habe ich den Kapitalismus kennengelernt".
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Der damalige Parteivorsitzende Gregor Gysi (links) ist am 25. Februar 1990 auf dem 1. Parteitag der PDS in Berlin im Gespräch mit dem Vorsitzende des DDR-Ministerrates, Hans Modrow. Im Hintergrund ist der Schriftzug "produktiv, pro DDR" zu sehen. Nachdem die einstige DDR-Staatspartei SED im Dezember 1989 auf einem Sonderparteitag die Umbenennung in SED-PDS beschlossen hatte, wollte man damals als "Partei des Demokratischen Sozialismus" (PDS) mit einem Neuanfang die Vergangenheit hinter sich lassen.
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Gregor Gysi spricht am 27. Mai 1994 anlässlich einer Wahlkampfveranstaltung seiner Partei vor dem Karl-Marx-Denkmal im sächsischen Chemnitz.
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Der Schriftsteller und Politiker (PDS) Stefan Heym, Alterspräsident des Deutschen Bundestages, am 28. Oktober 1994 in Bonn im Gespräch mit dem Vorsitzenden der PDS-Bundestagsgruppe Gregor Gysi.
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Der PDS-Spitzenpolitiker Gregor Gysi präsentiert am 13. August 1998 im Bonner Presseclub zwei Wahlplakate zur Bundestagswahl im September.
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Der damalige PDS-Spitzenkandidat Gregor Gysi hält am 14. Juli 2001 auf dem Sonderparteitag seiner Partei in Berlin eine Rede. Der Politiker war damals mit großer Mehrheit zum Spitzenkandidaten der PDS für die Neuwahlen in Berlin gekürt worden.
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Bundeskanzler Helmut Kohl (CDU, Mitte) lacht während der Rede des PDS-Vorsitzenden Gregor Gysi (vorn) im Reichstagsgebäude in Berlin aus vollem Halse. Links neben Kohl Bundesaußenminister Hans-Dietrich Genscher (FDP), rechts Hans "Johnny" Klein, der Vizepräsident des Deutschen Bundestages (CSU). Einen Tag nach Vollzug der deutschen Einheit tritt am 4. Oktober 1990 das gesamtdeutsche Parlament zu seiner ersten Sitzung zusammen.
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Nachdenklich zögert der Chef der PDS-Bundestagsgruppe, Gregor Gysi, am 04. April 1998 während die "Genossen" um den Bundesvorsitzenden der Partei, Lothar Bisky, ihre Stimmzettel für die Zustimmung eines Änderungsantrages heben. Bis zum 05. April 1998 berieten die Delegierten das Wahlprogramm ihrer Partei für die Bundestagswahl im September des Jahres.
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Die beiden damaligen Spitzenkandidaten der Linkspartei, Gregor Gysi (links) und Oskar Lafontaine, treten am 18. September 2005 in einem Zelt auf dem Berliner Schlossplatz vor Gästen der Wahlabend-Party auf. Als ostdeutscher Anwalt verteidigte Gysi DDR-Dissidenten, nach dem Mauerfall war er Vorsitzender der aus der Staatspartei hervorgegangenen SED-PDS, gemeinsam mit Ex-SPD-Chef Oskar Lafontaine bahnte er den Weg zur Linken, die 2007 aus der ostdeutschen Linkspartei und der westdeutschen WASG entstand.
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Gregor Gysi legt an der Gedenkstätte der Sozialisten auf dem Zentralfriedhof Friedrichsfelde in Berlin zum Gedenken an die 1919 ermordeten Kommunistenführer Rosa Luxemburg und Karl Liebknecht ein rote Nelke nieder.
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Gregor Gysi, ehemaliger Fraktionsvorsitzender der Partei Die Linke im Deutschen Bundestag, spricht am 14. Oktober 2015 bei einer Verabschiedungsfeier für den langjährigen Fraktionsvorsitzenden im Bundestag in Berlin.
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