Sanktionen sollen bleiben Weißes Haus: USA erkennen Annexion der Krim nicht an

Kremlchef Wladimir Putin (l) und US-Präsident Donald Trump wollen sich am 16. Juli in der finnischen Hauptstadt Helsinki treffen. Foto: Evan Vucci/AP/Archiv
Kremlchef Wladimir Putin (l) und US-Präsident Donald Trump wollen sich am 16. Juli in der finnischen Hauptstadt Helsinki treffen. Foto: Evan Vucci/AP/Archiv © Foto: Evan Vucci
Washington / DPA 03.07.2018

Vor dem Treffen zwischen US-Präsident Donald Trump und seinem russischen Kollegen Wladimir Putin hat das Weiße Haus betont, dass sich die USA nicht mit der russischen Annexion der Krim abfinden werden.

„Wir erkennen den Versuch Russlands, die Krim zu annektieren, nicht an“, sagte die Sprecherin der US-Regierungszentrale, Sarah Sanders, am Montag in Washington. Die Sanktionen gegen Moskau, die Washington wegen der Aneignung verhängt hatte, würden so lange aufrecht erhalten, bis Russland die Krim an die Ukraine zurückgebe, fügte sie hinzu.

Trumps Nationaler Sicherheitsberater John Bolton hatte am Wochenende angedeutet, dass die USA sich möglicherweise offen dafür zeigen könnten, ihre Position in Bezug auf die Krim zu ändern.

Die ukrainische Schwarzmeerhalbinsel wurde im März 2014 vom Nachbarland Russland annektiert. Zuvor war in Kiew der ukrainische Präsident Wiktor Janukowitsch nach monatelangen gewaltsamen Protesten mit mehr als 100 Toten gestürzt worden. Russische Truppen besetzten anschließend das Parlament der Krim in Simferopol und andere strategisch wichtige Orte auf der Halbinsel. In einem umstrittenen Referendum stimmte eine Mehrheit der Bevölkerung der Halbinsel für den Anschluss an Russland. Die Annexion wird aber von fast keinem Staat völkerrechtlich anerkannt.

Trump und Putin wollen sich am 16. Juli in der finnischen Hauptstadt Helsinki treffen. Die russische Regierung hatte am Montag erklärt, dass die Krim kein Thema der Gespräche sein werde. Putin habe wiederholt in Gesprächen klargemacht, dass die Halbinsel ein untrennbarer Teil Russlands sei, sagte Kreml-Sprecher Dmitri Peskow.

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