Zunächst startet die Verteidigung um Weinstein-Chefanwältin Donna Rotunno, am Freitag ist die Anklage an der Reihe. Ab Dienstag nächster Woche sollen sich die zwölf Geschworenen dann zu Beratungen zurückziehen, um über Schuld oder Unschuld Weinsteins zu entscheiden.

In den vergangenen Sitzungstagen hatten Weinsteins Verteidiger versucht, Zweifel an der Darstellung von sechs Frauen zu säen, die dem Multimillionär in ihren Aussagen vor Gericht schwere Sexualverbrechen, darunter Vergewaltigung, vorgeworfen hatten. Der 67-Jährige streitet das ab und spricht davon, dass jeglicher sexueller Kontakt einvernehmlich gewesen sei. Weinstein selbst hatte nicht vor Gericht ausgesagt.

In dem Prozess, der als größter in der MeToo-Ära gilt, geht es im Kern um zwei Fälle aus 2006 und 2013. Im Falle einer Verurteilung droht Weinstein lebenslange Haft. Die weltweite MeToo-Bewegung startete im Jahr 2017 mit Vorwürfen von Dutzenden Frauen gegen den Filmproduzenten.