Türkei-Wahl Stuttgart und Karlsruhe: Mehrheit für Erdogan

Die Ergebnisse der Wahllokale in Deutschland laut der staatlichen Nachrichtenagentur Anadolu der Türkei.
Die Ergebnisse der Wahllokale in Deutschland laut der staatlichen Nachrichtenagentur Anadolu der Türkei. © Foto: Anadolu (Screenshot)
Stuttgart/ Karlsruhe / dpa/ sk 25.06.2018
Weiter Präsident: Recep Tayyipp Erdogan. Die Wahlergebnisse in Stuttgart und Karlsruhe, sowie die Reaktionen in Deutschland.

Bei den türkischen Präsidentenwahlen hat Amtsinhaber Recep Tayyipp Erdogan die Wahl gewonnen. Auch die wahlberechtigten Türken in Deutschland stimmten in den Wahllokalen für Erdogan.

Wahllokale Stuttgart und Karlsruhe: Erdogan gewählt

Etwa die Hälfte der rund 240.000 wahlberechtigten Türken in Baden-Württemberg hat bei der Präsidenten- und Parlamentswahl abgestimmt. Die absolute Mehrheit erhielt Amtsinhaber Recep Tayyip Erdogan von der islamisch-konservativen AKP. In den beiden Wahllokalen in Stuttgart und Karlsruhe stimmten 68,8 Prozent beziehungsweise 63,5 Prozent für Erdogan.

Weiterhin türkischer Staatspräsident: Recep Tayyipp Erdogan.
Weiterhin türkischer Staatspräsident: Recep Tayyipp Erdogan. © Foto: dpa

Sein stärkster Konkurrent Muharrem Ince von der linksliberalen CHP erhielt dort nur 18,7 beziehungsweise 22,1 Prozent der Stimmen. In allen 13 Wahllokalen in Deutschland erhielt Erdogan nach den von der regierungsnahen Zeitung „Sabah“ veröffentlichten Einzelergebnissen die absolute Mehrheit.

Özdemir zieht Vergleich mit der AfD

Cem Özdemir (Bündnis 90/ Die Grünen) sieht die feiernden Erdogan-Anhänger in Deutschland als Zeichen gegen die Demokratie und zieht Vergleiche zu AfD.


Sevim Dagdelen (Die Linke) kritisiert die Gegebenheiten bei der Wahl in der Türkei und sieht die Zukunft der Türkei gefährdet:

Katja Kipping (Die Linke) sieht mit dem Sieg Erdogans für die Meinungsfreiheit in der Türkei „einen langen Winter“ und fordert eine starke demokratische Opposition:

Auch Christian Lindner (FDP) fordert eine klare Reaktion aus Europa auf die Wahlergebnisse.

Alice Weidel (AfD) äußerte sich auf Facebook zu den Wahlen in der Türkei:

Die Journalistin aus Ulm, Mesale Tolu, kritisierte die Unregelmäßigkeiten beim Ablauf der türkischen Wahlen. Vielen Wahlbeobachter seien nicht in die Wahllokale gellasen worden, besonders im Südosten der Türkei, saget Tolu gegenüber dem ZDF.

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