Elf Jahre nach Nicolas Sarkozy kommt am Samstag (10.15 Uhr) mit Emmanuel Macron erstmals wieder ein französischer Präsident zur Münchner Sicherheitskonferenz. Nachdem Macron in den vergangenen Wochen wiederholt sicherheitspolitisch für Wirbel gesorgt hatte, darf man gespannt sein, ob er bei seiner Premiere an diesem Wochenende nachlegt. Zuerst rüttelte er die Nato mit seiner Diagnose auf, das Bündnis sei „hirntot“. In der vergangenen Woche machte er einen neuen Vorstoß für mehr Autonomie Europas bei der Verteidigung - inklusive einer engeren Zusammenarbeit bei der atomaren Abschreckung.

Am Nachmittag (ca. 15.00 Uhr) wird dann auch Verteidigungsministerin Annegret Kramp-Karrenbauer sprechen. Da Kanzlerin Angela Merkel (CDU) in diesem Jahr nicht in München zu Gast ist, gilt die Rede der scheidenden CDU-Chefin als deutsche Antwort. Bereits zum Auftakt der Sicherheitskonferenz hatten Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier und Außenminister Heiko Maas (beide SPD) über die Rolle Deutschlands bei der Lösung der internationalen Krisen gesprochen.

Am zweiten Konferenztag werden zudem Nato-Generalsekretär Jens Stoltenberg und die US-Minister Mike Pompeo und Mark Esper sowie am späteren Nachmittag auch Facebook-Chef Mark Zuckerberg und Microsoft-Präsident Brad Smith auf der Bühne erwartet.