Der britische Premierminister Boris Johnson will dies am Vormittag in einer Rede vor Geschäftsleuten und Diplomaten tun. In Brüssel äußert sich EU-Chefunterhändler Michel Barnier während einer Pressekonferenz (12.30 Uhr).

Es geht um das bis Jahresende geplante Handels- und Partnerschaftsabkommen. Großbritannien gehört zwar seit 1. Februar nicht mehr zur Europäischen Union. Praktisch hat sich aber fast nichts geändert, weil in einer Übergangsfrist alle EU-Regeln im Vereinigten Königreich weiter gelten. Erst am 31. Dezember endet dies.

Für die Zeit danach muss unter anderem geklärt werden, ob Zölle oder andere Handelsschranken vermieden werden können, unter welchen Bedingungen EU-Kutter weiter in britischen Gewässern fischen können, wie Strafverfolger zusammenarbeiten und Dutzende Fragen mehr.

Die EU beteuert, sie wolle engstmögliche Beziehungen, verlangt aber dafür gemeinsame Standards und Wettbewerbsbedingungen. Die britische Regierung will jedoch nach eigenem Bekunden künftig nach Bedarf von EU-Standards abweichen.