Fast neun Monate nach dem Berliner Libyen-Gipfel bilanzieren die Teilnehmerstaaten, ob ihre Vereinbarungen Wirkung gezeigt haben. Unter Leitung von UN-Generalsekretär António Guterres und Außenminister Heiko Mass kommen an diesem Montag (15.30 Uhr) Vertreter der 16 Staaten und internationalen Organisationen zusammen, die an dem Gipfel am 19. Januar teilgenommen hatten. In einer Gipfelerklärung hatten sie sich dazu verpflichtet, das seit neun Jahren bestehende Waffenembargo für Libyen einzuhalten und auf die Einmischung in den Konflikt zu verzichten. Allerdings werden immer noch Waffen in das nordafrikanische Bürgerkriegsland geliefert.
In dem nordafrikanischen Land tobt seit dem Sturz von Langzeitherrscher Muammar al-Gaddafi im Jahr 2011 ein Bürgerkrieg. Die international anerkannte Regierung von Fajis al-Sarradsch in der Hauptstadt Tripolis ringt dabei mit Kontrahenten im Osten Libyens um die Macht. Auch innerhalb der jeweiligen Lager gibt es Spannungen.