Joshua Wong will sich in Berlin zur Lage in der chinesischen Sonderverwaltungszone äußern. Sein Besuch in Deutschland hat Verstimmungen mit der Regierung in Peking ausgelöst. Wong war am Montagabend in Berlin angekommen und hatte anschließend auf einem Fest unter anderem mit Außenminister Heiko Maas (SPD) gesprochen.

Gegen steigenden Einfluss Chinas

Seit dem 9. Juni kommt es in der Finanzmetropole immer wieder zu Protesten, die oft mit Zusammenstößen zwischen einem kleinen Teil der Demonstranten und der Polizei endeten. Die Protestbewegung befürchtet steigenden Einfluss der chinesischen Regierung auf Hongkong. Auch fordern die Demonstranten eine unabhängige Untersuchung der Polizeigewalt bei den Protesten.

Ende August war Wong vorgeworfen worden, andere zur Teilnahme an einer illegalen Versammlung in der chinesischen Sonderverwaltungszone am 21. Juni animiert und selbst daran teilgenommen zu haben. Wong muss sich auch für die Organisation der Demonstration verantworten. Er war zuletzt zweimal kurzzeitig festgenommen worden. Deswegen verpasste er auch eine für Montagnachmittag geplante Pressekonferenz in Berlin.