G20-Gipfel in Buenos Aires Merkel trifft Trump, Putin, Xi, Macri und wohl auch Morrison

Buenos Aires / DPA 01.12.2018

Kanzlerin Angela Merkel hat nach dem verspäteten Eintreffen beim G20-Gipfel die Taktung ihrer bilateralen Treffen am Abschlusstag erhöht.

Am Mittag (8.30 Uhr Ortszeit/12.30 deutscher Zeit) wollte sich die Kanzlerin in Buenos Aires wie geplant mit dem russischen Präsidenten Wladimir Putin zu einem Arbeitsfrühstück treffen. Ein deutscher Regierungssprecher teilte mit, Merkel komme um 17.25 Uhr (13.25 Uhr Ortszeit) mit US-Präsident Donald Trump zusammen. Weitere Gespräche Merkels gebe es mit dem chinesischen Präsidenten Xi Jinping, dem indischen Präsidenten Narendra Modi und Gastgeber Mauricio Macri. Geplant sei auch ein Gespräch mit dem australischen Premierminister Scott Morrison.

Bei der Unterredung mit Putin wollte Merkel erneut die Kritik an den Bemühungen Moskaus klar machen, die völlige Kontrolle über den Zugang zu ukrainischen Häfen im Asowschen Meer zu erreichen. Trump setzt nach der von Russland eskalierten Situation in der Straße von Kertsch und der eigenen Absage eines Gesprächs mit Putin auf das Verhandlungsgeschick Merkels. Russland hatte ukrainische Schiffe daran gehindert, die von beiden Ländern beanspruchte Meerenge zu durchfahren und setzte 24 Matrosen fest.

Ein Treffen der Kanzlerin mit dem saudischen Kronprinzen Mohammed bin Salman war nicht geplant. Merkel habe auch am Freitagabend nach ihrem wegen eines stark verspäteten Eintreffens beim Abendessen der Gipfelteilnehmer keinen besonderen Kontakt mit Salman gehabt, hieß es in Regierungskreisen. Der Kronprinz wird verdächtigt, in den Mord an dem regierungskritischen Journalisten Jamal Khashoggi verwickelt zu sein. Putin hatte Salman ausgesprochen freundschaftlich bei dem Gipfeltreffen begrüßt.

Merkel habe beim Abendessen mit dem französischen Präsidenten Emmanuel Macron und mit Macri zusammengesessen, direkt gegenüber von Trump. Dabei habe es Gelegenheit zu etwas ausführlicheren Gesprächen gegeben. In den Regierungskreisen hieß es weiter, beim Galadinner hätten sich viele Gäste erfreut gezeigt, dass die Kanzlerin endlich eingetroffen sei. Merkel sei vermisst worden, Häme wegen der Technikpanne sei nicht wahrzunehmen gewesen.

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