Entgegen zunächst anders lautenden Berichten des ukrainischen Außenministers Wadim Pristaiko am Mittwoch geht das Auswärtige Amt inzwischen davon aus, dass keine Deutschen unter den Opfern des Flugzeugabsturz sind. Bisherigen Erkenntnissen zufolge sind insgesamt mehr als 170 Menschen gestorben – darunter 82 Iraner, 63 Kanadier, elf Ukrainer sowie Passagiere aus Großbritannien, Schweden und Afghanistan.

Die ukrainische Maschine war kurz nach dem Start in der Nähe des Flughafens von Teheran abgestürzt. Niemand überlebte das Unglück.

Nach dem Absturz hat der russische Außenpolitiker Konstantin Kossatschow vor voreiligen Schlüssen zur Unglücksursache gewarnt. Es sollten die Ermittlungen abgewartet werden, schrieb er am Mittwochmorgen bei Facebook. Nur die könnten klären, ob zum Beispiel ein Pilotenfehler, eine technische Störung oder ein Angriff für den Absturz verantwortlich seien.

Der Außenpolitiker Leonid Sluzki warnte der Agentur Interfax zufolge davor, den Absturz für politische Zwecke gegen den Iran zu nutzen. Er äußerte sich vor dem Hintergrund des Atomkonflikt des Irans mit den USA. Russland hatte wiederholt zum Dialog mit Teheran aufgerufen.

Die iranische Luftfahrtbehörde führte das Unglück auf einen technischen Defekt zurück, wie der iranische Nachrichtensender Chabar unter Berufung auf einen Sprecher der Behörde berichtete. Wie diese so kurz nach dem Absturz am Mittwochmorgen zu dem Schluss eines Technikfehlers als Ursache kam, blieb zunächst offen.