Luxemburg / AFP  Uhr
Nach monatelangen Vorbereitungen legen die Finanzminister der Eurozone am Donnerstag letzte Hand an Pläne für einen eigenen Haushalt der Währungsunion.

Nach monatelangen Vorbereitungen legen die Finanzminister der Eurozone am Donnerstag letzte Hand an Pläne für einen eigenen Haushalt der Währungsunion (13.00 Uhr). Die Minister wollen bei ihrem Treffen in Luxemburg Eckpunkte verabschieden, durch die das Eurozonen-Budget auf den Weg gebracht wird. Es soll im EU-Haushalt angesiedelt werden. Ein Volumen ist noch offen. Dieses soll erst im Rahmen der Verhandlungen über den nächsten mehrjährigen EU-Finanzrahmen für die Zeit von 2021 bis 2027 festgelegt werden.

Budget weit von den Forderungen Macrons entfernt

Im Gespräch sind anfänglich 25 Milliarden Euro, von denen 17 Milliarden Euro für die Euro-Länder vorgesehen sind. Der Umfang ist damit weit entfernt von ursprünglichen Forderungen von Frankreichs Präsident Emmanuel Macron, der ein Volumen von mehreren hundert Milliarden Euro angestrebt hatte. Weitere Themen des Treffens sind die Reform des Euro-Rettungsfonds ESM, der künftig eine größere Rolle bei der Überwachung von Rettungsprogrammen von Krisenstaaten spielen und auch vorbeugend Ländern helfen soll.