Die EU-Innenminister beraten am Dienstag in einer Video-Konferenz über eine Beteiligung von mehr Staaten an der Aufnahme von aus Seenot geretteten Flüchtlingen. In einem internen Diskussionspapier des deutschen EU-Vorsitzes heißt es, über den Sommer sei mit steigenden Flüchtlingszahlen im Mittelmeer zurechnen. Nötig sei deshalb "in den kommenden Wochen eine breite Beteiligung" bei der Unterstützung der Mittelmeeranrainer beim Umgang mit aus Seenot geretteten Migranten.

Verteilung von geretteten Flüchtlingen und verstärkte Polizeizusammenarbeit

Bundesinnenminister Horst Seehofer (CSU) verlangt insbesondere eine Positionierung seiner EU-Kollegen zu einem im vergangenen September in Malta gefundenen Ad-hoc-Mechanismus zur Verteilung von geretteten Flüchtlingen. An diesem beteiligen sich bisher nur wenige EU-Staaten. Daneben diskutieren die Minister über eine verstärkte Polizeizusammenarbeit.