Am Sonntag, 5. April, wurde Großbritanniens Premier Boris Johnson in das Londoner St. Thomas’ Hospital gebracht. Bis Donnerstag war er dort auf der Intensivstation.

Boris Johnson nicht mehr auf Intensivstation

Am Donnerstagabend, 9. April, teilte die Deutsche Presse-Agentur mit, dass der britische Premier auf eine normale Station verlegt wurde.

Stabiler Gesundheitszustand

Der Gesundheitszustand des britischen Premierministers Boris Johnson ist nach Regierungsangaben stabil. Johnson hatte die Nacht auf der Intensivstation eines Londoner Krankenhauses verbracht. Ein Regierungssprecher äußerte sich am Dienstag in London zum Zustand des Premiers. Johnson war wegen seiner Covid-19-Erkrankung am Sonntag in das St. Thomas' Hospital gebracht worden.

Sauerstoffzufuhr aber kein Beatmungsgerät

Der 55-Jährige musste bislang auch nicht an eine Beatmungsmaschine angeschlossen werden. Dem Regierungschef werde zwar Sauerstoff zugeführt, aber er „atmet selbstständig ohne jegliche Unterstützung“.

Der Britische Premier hatte seine Infektion mit dem neuartigen Erreger bereits am 27. März öffentlich gemacht.

Zunächst arbeitete er isoliert im Regierungssitz in der Downing Street weiter. In seinen Videobotschaften zur Pandemie gab er sich optimistisch, er selbst wirkte aber bereits deutlich angeschlagen und hatte auch deutlich an Gewicht verloren. Später musste er dann aber wegen anhaltender Symptome in die Klinik gebracht werden.

Er sei auf Anraten seines Arztes „zu einigen Routinetests“ ins Krankenhaus gegangen, hatte Johnson am Montag noch per Twitter mitgeteilt. Nach Angaben eines Regierungssprechers litt er unter Fieber und Husten. Einige britische Medien schreiben hingegen von einer schweren Erkrankung der Lunge; Johnson wurde demnach bereits beatmet. Außenminister Dominic Raab vertrat ihn auf einer Sitzung.

Boris Johnson: Anfang März Corona-Patienten die Hände geschüttelt

Noch Anfang März hatte der Premierminister damit geprahlt, dass er Menschen in einem Krankenhaus, darunter Covid-19-Patienten, die Hände geschüttelt habe. Das werde er auch weiterhin tun, sagte er damals.

Auch Johnsons schwangere Verlobte Carrie Symonds verbrachte nach eigenen Angaben eine Woche mit Symptomen der Lungenkrankheit im Bett. Der Premier und Symonds hatten Ende Februar ihre Verlobung bekanntgegeben. Das Baby soll im Frühsommer auf die Welt kommen.