Ein Teil der Unterlagen soll sich im Besitz der Witwe Maike Richter-Kohl befinden. Eine Journalistin verlangt vom Bundeskanzleramt Zugang zu Unterlagen aus der Zeit von Kohls 16-jähriger Kanzlerschaft. Laut Gericht gewährte das Amt Einsicht im begrenzten Umfang, teilte aber mit, dass ihm nicht bekannt sei, dass weitere amtliche Unterlagen im Besitz Dritter seien. In den Vorinstanzen hatte die Klage keinen Erfolg.
Das Oberverwaltungsgericht Berlin-Brandenburg (OVG) entschied, dass die Journalistin keinen Anspruch auf Zugang zu Akten habe, sie sich unter Umständen im Besitz von Kohl-Richter befinden. Weder das Informationsfreiheitsgesetz noch das Bundesarchivgesetz gewährten einen Anspruch auf Wiederbeschaffung amtlicher Unterlagen. Über die Revision gegen das OVG-Urteil muss nun das Bundesverwaltungsgericht in Leipzig entscheiden. Wann ein Urteil fällt, war offen.