Fußball Pelleriti glaubt an die Chance

Die Landesliga-Fußballer des TSV Bad Boll (in rot, hier im Derby gegen den SV Ebersbach) wollen am morgigen Samstag in Hofherrnweiler nicht leer ausgehen.
Die Landesliga-Fußballer des TSV Bad Boll (in rot, hier im Derby gegen den SV Ebersbach) wollen am morgigen Samstag in Hofherrnweiler nicht leer ausgehen. © Foto: Cornelius Nickisch
Kreis Göppingen / Markus Munz 01.06.2018

Zunächst 180 Minuten bleiben Roberto Pelleriti, um Fußball-Landesligist TSV Bad Boll den Klassenerhalt zu sichern. Möglicherweise verlängert sich das Engagement des Interimstrainers um eine Zusatzschicht in der Relegation. Am Samstag um 17 Uhr in Hofherrnweiler und eine Woche später im Saisonfinale gegen Meisterschaftsaspirant TSGV Waldstetten versucht Pelleriti aber die notwendigen Punkte zu sammeln, um den aktuellen zwölften Tabellenplatz, der zur direkten Rettung ausreicht, gegenüber der Konkurrenz aus Frickenhausen, Echterdingen und Köngen zu verteidigen.

In vielen Einzelgesprächen will der 45-Jährige die Blockaden bei den Spielern lösen: „Wir brauchen wieder Selbstvertrauen und die nötige Lockerheit im Kopf und in den Beinen. Ich werde versuchen, die Stärken jedes Einzelnen herauszuarbeiten und die zuletzt gemachten Fehler zu analysieren.“ Der Leiter der Jugendspielgemeinschaft Voralb setzt auch auf die besondere Konstellation des Spieltags. Verliert Köngen in Waldstetten, ist bei einem Bad Boller Punktgewinn wenigstens der direkte Abstieg dank des besseren Torverhältnisses abgewendet. „Aber im Fußball ist nichts vorhersehbar. Wir müssen auf uns schauen und wollen in Hofherrnweiler etwas Zählbares mitnehmen“, erklärt Pelleriti.

Die Rettung war Benjamin Geiger nicht mehr zugetraut worden. Am Dienstag hatte der TSV Bad Boll den Coach von seinen Aufgaben freigestellt. „Wir haben bei einem Dreier sogar die Chance, uns schon direkt zu retten. Dafür wollten wir nochmals einen Impuls setzen“, begründet Abteilungsleiter Gero Wittlinger. Zu dem wichtigen Auswärtsspiel setzt der TSV einen Bus ein, um möglichst viel Unterstützung zu mobilisieren. „Unsere Personalsituation ist so, wie sie ist, dafür konnte auch Benny Geiger nichts“, sagt Wittlinger.

Die ständigen Verletzungsprobleme führt auch Geiger als Hauptursache für die jüngste Talfahrt an: „Das hat sich durch die ganze Saison gezogen.“ Auf Grund der Tabellensituation könne er ein Stück weit nachvollziehen, dass der Verein nach dem letzten Strohhalm greift. „Aber ich bin enttäuscht über die Art und Weise, man hätte auch früher auf mich zukommen können, wenn es Probleme gab. So kam es für mich zu diesem Zeitpunkt überraschend.“ Dass die Mannschaft ihm nicht mehr gefolgt war, diesen Eindruck hatte Geiger nicht. Er wünscht den Spielern den Klassenerhalt. In der nächsten Saison wird der 38-jährige den TSV Weilheim übernehmen. Beim TSV Bad Boll kommt dann Manuel Doll als neuer Trainer.

Auch bei Edmund Funk, Sportlicher Leiter des FC Heiningen,  setzt langsam das Kribbeln ein. Am Samstag um 17 Uhr müssen die Heininger zunächst zuhause gegen den abstiegsgefährdeten TV Echterdingen gewinnen. „Das wird absolut nicht einfach. Der Gegner hat nichts herzuschenken und unsere Mannschaft muss die eigene Nervosität in den Griff bekommen“, meint Funk, „ich möchte jetzt noch nicht über den letzten Spieltag sprechen, kann mir aber gut vorstellen, dass das Rennen erst dort entschieden wird.“ Dann spielt der FC Heiningen bei der bereits abgestiegenen SG Bettringen und Waldstetten in Bad Boll.

Der SV Ebersbach verabschiedet sich am Samstag (ebenfalls 17 Uhr) gegen den TSV Blaustein von seinem Heimpublikum. Ein Punkt sichert den dritten Tabellenplatz und eine trotz Startschwierigkeiten letztlich noch erfolgreiche Saison endgültig ab.

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