Mountain View Zweite Erde im All entdeckt?

Die Illustration zeigt den erdgroßen Planet mit der Katalognummer Kepler-186f. Bild: Danielle Futselaar/dpa
Die Illustration zeigt den erdgroßen Planet mit der Katalognummer Kepler-186f. Bild: Danielle Futselaar/dpa
Mountain View / DPA 19.04.2014
Gibt es Planeten, die der Erde ähnlich sind? Leben haben Forscher auf einem fernen Planeten zwar nicht gefunden, aber eine Voraussetzung dafür.

. Astronomen haben erstmals einen erdgroßen Planeten in der bewohnbaren Zone nahe eines anderen Sterns entdeckt. Wasser könnte auf der fernen Welt flüssig sein, wie die Forscher um Elisa Quintana vom US-amerikanischen Seti-Institut im Fachjournal "Science" berichten. Flüssiges Wasser gilt als Grundvoraussetzung für Leben, wie wir es kennen. Hinweise auf Wasser oder gar Leben haben die Forscher bei dem fernen Planeten bisher aber nicht entdeckt.

Der erdgroße Planet mit der Katalognummer Kepler-186f gehört zu einem rund 490 Lichtjahre entfernten Sonnensystem und ist der äußerste von fünf Planeten, die das Weltraumteleskop "Kepler" der US-Raumfahrtbehörde Nasa dort erspäht hat.

Den Daten zufolge hat der Planet Kepler-186f einen nur etwa zehn Prozent größeren Durchmesser als die Erde. "Dies ist der erste eindeutig erdgroße Planet, der in der bewohnbaren Zone eines anderen Sterns gefunden wurde", sagte Quintana. Als bewohnbare Zone gilt der Bereich um einen Stern, in dem es weder zu kalt noch zu heiß für flüssiges Wasser ist.

Dem Institut zufolge kreisen von den bislang rund 1800 entdeckten so genannten extrasolaren Planeten etwa 20 innerhalb der bewohnbaren Zone ihres Heimatsterns. Diese seien jedoch sämtlich deutlich größer als die Erde, so dass sich nicht klar sagen lasse, ob es sich um Gesteinsplaneten wie Erde, Mars und Venus handele oder um Gasplaneten wie Neptun und Uranus.

Kepler-186f halten die Forscher für einen Gesteinsplaneten. Sie haben ihn sogar in einem breiten Wellenlängenbereich auf Radiosignale einer möglichen Zivilisation untersucht - ergebnislos. Diese Untersuchungen würden zwar wiederholt, jedoch müsste ein Sender auf dem fernen Planeten mindestens zehnmal stärker senden als die stärksten Rundfunksender der Erde.Info Die Abkürzung Seti steht allgemein für "Search for Extraterrestrial Intelligence" (Suche nach außerirdischen Zivilisationen).Ú¤]