Schreckliche Bilder aus Hanau: Passanten entdeckten am Morgen des 11. Mai einen schwer verletzten Jungen in der Innenstadt. Um 7.20 Uhr alarmieren sie die Polizei, der Junge wird ins Krankenhaus gebracht. Beim Eintreffen der Beamten sei der Junge bereits nicht mehr ansprechbar gewesen, teilten Polizei und Staatsanwaltschaft mit. Auf dem Balkon einer Wohnung im neunten Stock fanden die Beamten dann das leblose Mädchen. Der Notarzt habe nur noch den Tod des Kindes feststellen können.

Polizeieinsatz in Hanau: Junge stirbt im Krankenhaus

Nach dem Fund des toten Mädchens ist auch der schwer verletzte Junge gestorben. Die Ermittler gehen von einem Tötungsdelikt aus, wie eine Sprecherin der Hanauer Staatsanwaltschaft der Deutschen Presse-Agentur am weiter sagte. Die Hintergründe sind zunächst unklar.
Der Polizeieinsatz findet in der Römerstraße in Hanau statt.

Tote in Hanau: Polizei fahndet nach Verdächtigem

Die Ermittler fahndeten zunächst erfolglos nach einem Verdächtigen. Nähere Angaben zu dem Mann und in welchem Verhältnis er zu den toten Kindern stehen könnte, wurden zunächst nicht bekannt. Wie die Zeitung „op-online“ berichtet, sind Mordermittler vor Ort eingetroffen. Die beiden getöteten Kinder sollen Bruder und Schwester sein. Nach den Worten der Polizei-Sprecherin gibt es Anhaltspunkte für einen familiären Hintergrund der Tat.
Polizisten sperrten die Straßen rund um das Haus mit Absperrbändern und Streifenwagen ab. Die Polizei ließ eine Drohne zum neunten Stock aufsteigen, um den Tatort aus möglichst vielen Perspektiven zu fotografieren. Vor dem Haus wurden Büsche auf der Suche nach Spuren entfernt. „Bei einer solchen Tat fahren wir das volle Programm“, sagte ein Polizeisprecher.

Tote Kinder in Hanau: OB äußert sich geschockt

Nach der mutmaßlichen Tötung von zwei Kindern in Hanau hat sich Oberbürgermeister Claus Kaminsky (SPD) erschüttert gezeigt. „Es ist ein Schock, der wieder durch die Stadt geht“, sagte er der „Bild“-Zeitung (Mittwoch). „Wir müssen die weiteren Ermittlungen der Polizei jetzt abwarten. Leider spricht viel für ein Familiendrama.“
Kaminsky fügte hinzu: „Ich kannte die Familie nicht persönlich, aber was wir wissen, ist, dass sie schon seit einigen Monaten sozialpädagogische Unterstützung bekommen hat.