Delmenhorst Zwei Tote bei Geisterfahrt eines 40-Tonners

Rettungskräfte kümmern sich um die Autowracks auf der A1 in Höhe des Dreiecks Stuhr. Foto: dpa
Rettungskräfte kümmern sich um die Autowracks auf der A1 in Höhe des Dreiecks Stuhr. Foto: dpa
Delmenhorst / DPA 03.01.2013
Auf der A1 bei Bremen hat ein Betrunkener seinen 40-Tonner gewendet, weil er in falscher Richtung unterwegs war. Autos fahren auf, Menschen sterben.

. Ein Wendemanöver eines betrunkenen Lastwagenfahrers mit einem 40-Tonner auf der Autobahn1 hat am Neujahrstag zwei Todesopfer gefordert. Ein 26 Jahre alter Mann und eine 20 Jahre alte Frau aus Hannover starben beim Zusammenstoß mit dem Falschfahrer in der Nähe von Bremen. Insgesamt waren elf Fahrzeuge an dem Massenunfall beteiligt, sagte ein Polizeisprecher gestern. Zwei Menschen wurden dabei leicht verletzt. Der 47 Jahre alte Unfallverursacher sei volltrunken aus seinem Führerhaus geholt worden.

Der Fahrer des Sattelzuges aus Lettland war am Neujahrsabend im Autobahndreieck Stuhr (Niedersachsen) über die Ausfahrt entgegengesetzt zur Fahrtrichtung auf die Autobahn gefahren. Als der Fahrer seinen Fehler bemerkte, wendete er auf der dreispurigen Strecke. Der querstehende Lastzug wurde für mehrere Autofahrer zum unausweichlichen Hindernis. Autos rutschten auf der feuchten Fahrbahn in die Leitplanken oder kollidierten mit anderen Wagen. Der Autobahnabschnitt musste für die Aufräumarbeiten mehrere Stunden zum Teil voll gesperrt werden. Den Gesamtschaden schätzte die Polizei auf rund 85 000 Euro.

Nach dem Unfall flüchtete der 47-Jährige aus Lettland mit seinem leicht beschädigten Fahrzeug Richtung Hamburg. Bei Oyten stoppten Polizeibeamte den Sattelzug. Der betrunkene Mann wurde vorläufig festgenommen.