Eine Polizistin hat am Freitag im Prozess gegen sie gestanden, dass sie ihren Ehemann vergiften und töten wollte. Die Staatsanwaltschaft ging zum Prozessauftakt am Landgericht Tübingen davon aus, dass die 40-Jährige aus Angst vor dem Verlust des Sorgerechts für ihre zwei Kinder handelte - sie wirft ihr versuchten Mord vor. Angeklagt ist auch eine Kollegin. Die 42-Jährige soll das Insulin besorgt haben, das dem Ehemann verabreicht wurde (Az. 5 Ks 21 Js 4897/19).

Die 40 Jahre alte Mutter zweier Kinder gab an, ihr 52 Jahre alter Ehemann - ebenfalls Polizeibeamter - habe sie psychisch unter Druck gesetzt. Um ihn zu töten, habe sie ihm im Februar in der gemeinsamen Wohnung Insulin gespritzt. In einer Mitteilung vom August sprach die Staatsanwaltschaft von einer Überdosis des Medikaments. Auf Drängen des dazugestoßenen Sohnes rief die 40-Jährige laut Anklage den Rettungsdienst, so dass der Mann überlebte. Die mutmaßliche Komplizin wollte sich zunächst nicht äußern.

Mitteilung der Staatsanwaltschaft vom August