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Google Doodle ehrt heute den dänischen Biochemiker S.P.L. Sørensen, den Erforscher vom pH-Wert. Aber was bedeutet eigentlich der pH-Wert?

S.P.L. Sørensen, den Google heute mit einem Doodle-Spiel ehrt, ist ein dänischer Biochemiker. Ihm verdanken wir die Festlegung der pH-Wert-Skala. Die uns alltäglichen Leben weiterhilft.

Søren Peter Lauritz Sørensen, so der volle Name des Forschers, wurde 1868 geboren. Als Sohn eines Landwirts, studierte er Medizin und Chemie in Kopenhagen und promovierte mit 31 Jahren. Als Forscher, Wissenschaftler und Leiter der chemischen Abteilung der Carlsberg-Labors machte Sørensen seine größte Entdeckung: Die Festlegung der pH-Wert Skala.

Was ist der pH-Wert?

Das interaktive Spiel auf der Google Startseite, testet das eigene Wissen über den pH-Wert. Wie sieht’s aus mit Tomate, Ei oder Brokkoli? Aber was ist eigentlich der pH-Wert? Der pH-Wert zeigt wie sauer oder basisch eine wässrige Lösung ist. Das wird durch die Konzentration der in der Flüssigkeit gelösten elektrisch geladenen Wasserstoffatomen (Wasserstoffionen, H+) bestimmt.

Die pH-Wert Skala von 0 bis 14 zeigt an, wie sauer oder basisch eine flüssige Substanz ist. Reines Wasser gilt als neutral mit einem pH-Wert von 7. Als sauer eingeschätzt werden Werte von etwa 6,5, wie in Zitronensäure oder Joghurt. Alle Werte zwischen über 7,5 bis 14 gelten dagegen als basisch, wie Blut oder Kalk.

pH-Wert in Blut, Creme und Seen

Genau deswegen spielt der pH-Wert im täglichen Leben eine Rolle: Ärzte schauen auf den Säuregrad vom Blut. Denn ist der pH-Wert zu hoch, liegt eine Azidose (Übersäuerung) oder Alkalose (zu basisches Blut) vor. Auch bei einer Panikattacke gerät der pH-Wert der Person aus dem Gleichgewicht: Verursacht durch eine übermäßige Menge an Kohlendioxid, die ausgeatmet wird.
Auch auf Waschlotionen und Kosmetik ist das Wort pH-Wert immer wieder angegeben. Denn eigentlich ist Seife basisch, was nicht so gut für die Haut ist. Denn ein Teil der „guten“ Hautbakterien wird so abgetötet. Dadurch wird der Säureschutzmantel der Haut zerstört, wodurch schneller Ekzeme, Kontaktallergien, Reizungen oder Juckreiz entstehen.
Oder bei Badeseen wird im Sommer manchmal davon geredet, dass diese „kippen“. Das bedeutet dass ein Sauerstoffmangel herrscht.