Das Ministerium für Ländlichen Raum und Verbraucherschutz (MLR) veranstaltet vom 7. bis 13. Oktober eine Aktionswoche gegen Lebensmittelverschwendung. Unter dem Motto „Lebensmittelretter - neue Helden braucht das Land“ soll die Kampagne einen wertschätzenden Umgang mit den Waren thematisieren und fördern.

Edeka, Lidl, Penny, Kaufland und REWE nehmen mit Sonderaktionen teil. Die Einzelhandelsunternehmen werben mit Azubi-Projekten zur Information der Kunden, Plakaten und Sonderangeboten. Kaufland testet in einigen Filialen die Smartphone-App „Too Good To Go“, die es Kunden ermöglicht, übriggebliebene Ware nach Ladenschluss für kleines Geld abzuholen.

„Eigentlich sollte es eine bundesweite Aktion werden“, sagt eine Pressesprecherin des MLR auf Nachfrage. Aufgrund von Organisationsschwierigkeiten aber wurde diese zunächst auf Baden-Württemberg heruntergebrochen. Am sogenannten „Runden Tisch gegen Lebensmittelverschwendung“ wurde das Projekt gemeinsam mit dem Handelsverband, Vertretern aus dem Einzelhandel sowie Fachleuten aus der Wissenschaft und Kirchenvertretern beschlossen.

Baden-Württemberg wirft am meisten weg

Laut Studien der Gesellschaft für Konsumforschung ist Baden-Württemberg Vorreiter im Wegwerfen von Lebensmitteln. Den Großteil davon machen Obst und Gemüse (49 Prozent) aus, aber auch Backwaren (14 Prozent) fallen deutlich ins Gewicht. Dabei wäre knapp die Hälfte der Abfälle vermeidbar - also eigentlich noch essbar. Insgesamt werfen Deutsche Privathaushalte laut Studie über 4 Millionen Tonnen Lebensmittel weg. Das entspräche mindestens 55 Kilogramm pro Haushalt und Jahr.

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