Heilbronn Zeitung: Mehr Straftaten in Zügen und an Bahnhöfen

Heilbronn / DPA 21.08.2018

In den Zügen und an Bahnhöfen in Baden-Württemberg hat die Zahl der Straftaten in den vergangenen Monaten einem Bericht zufolge zugenommen. So gab es in den Zügen im ersten Halbjahr 2018 insgesamt 7713 Delikte - darunter Sachbeschädigungen, Körperverletzungen und Diebstähle. Das ist im Vergleich zum zweiten Halbjahr 2017, als 6716 Fälle gemeldet wurden, eine Steigerung um knapp 15 Prozent. Dies erklärte die Bundespolizeidirektion Stuttgart auf Anfrage der Zeitungen „Heilbronner Stimme“ und „Mannheimer Morgen“ (Dienstag).

An den Bahnhöfen gab es im ersten Halbjahr 2018 insgesamt 8252 Delikte. Im zweiten Halbjahr 2017 waren es noch 7594, also knapp neun Prozent weniger. Laut Bundespolizei sind Sachbeschädigungen, Diebstähle und Verstöße gegen das Aufenthaltsgesetz die Delikte, die am häufigsten vorkamen.

Die Eisenbahn- und Verkehrsgewerkschaft EVG, die bundesweit mehr als 195 000 Mitglieder hat, zeigte sich besorgt über diese Entwicklung - vor allem mit Blick auf Zugbegleiter und Lokführer. „Das Aggressionspotenzial hat zugenommen, die Hemmschwelle nimmt immer mehr ab“, sagte EVG-Sprecher Uwe Reitz den Zeitungen.

Insgesamt ist in Baden-Württemberg im Aufgabenbereich der Bundespolizei, zu dem neben den Zügen und Bahnhöfen unter anderem auch der Grenzschutz sowie die Flughäfen gehören, die Zahl der Straftaten relativ konstant. Im ersten Halbjahr 2018 wurden laut einer Sprecherin im Südwesten 29 896 Delikte registriert. Im Vorjahr waren es 29 960 in der zweiten Jahreshälfte und 28 864 in der ersten.

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