Nach der tödlichen Explosion in einem Mehrfamilienhaus in Blankenburg warten Anwohner auf Antworten. Viele Wohnungen seien wochenlang nicht bewohnbar, teilte die Blankenburger Wohnungsgesellschaft mit.

„Wir stehen vor dem nichts“, sagte Bewohnerin Manuela Brüst am Freitagabend. Sie habe in einer der besonders stark betroffenen Wohnungen gelebt. „Ich habe auch noch eine pflegebedürftige Mutter, die wollte ich heute rüber holen.“

„Zum Glück“ sei sie am Morgen aber auf der Arbeit gewesen. Sie wolle nun wenigsten ein paar Sachen aus der Wohnung holen. „Und wenn ich die 20-mal durchwaschen muss. Was man hat, hat man.“

Bei einer Explosion in einem Wohnblock im Harz-Städtchen Blankenburg war am Freitag ein Bewohner ums Leben gekommen, 15 Menschen wurden verletzt. Die Ermittler gehen derzeit davon aus, dass die Explosion durch Gasflaschen ausgelöst wurde.

Die Tochter von einer anderen Anwohnerin suchte am Freitagabend nach Lösungen. Weihnachten werde sie ihre Mutter vermutlich bei sich zu Hause aufnehmen. Das sei aber nicht die optimale Lösung, vor allem für mehrere Wochen. Sie hoffe darauf, dass die Wohnungsgesellschaft eine andere Idee habe.

Nach diesen Lösungen suche die Wohnungsgesellschaft am Wochenende, sagte Bürgermeister Heiko Breithaupt. Zwei Wohnblöcke mit den Hausnummern fünf und sechs seien wieder bewohnbar. Für die unmittelbar von der Explosion betroffenen Blöcke gebe es derzeit keine Prognose, wann dort wieder Menschen leben könnten. Die Hausnummern eins und vier seien vermutlich Ende Januar wieder bezugsfertig.