Es wirkt ziemlich bemüht, wenn Sonja die Sendung zum  Weltjogginghosentag einleitet: „Karl Lagerfeld sagte mal, wer eine Jogginghose trägt, hat die Kontrolle über sein Leben verloren. Das gilt auch für die, die so rote Hosen tragen.“ Tja, die Kontrolle scheint auch der Sender über die Show verloren zu haben.

Walters Unerträglichkeit wird langsam so monoton wie das Dschungelgeräusch im Hintergrund, von Rebecca und Benjamin hört und sieht man nach wie nichts, und Aurelio ist immer noch so sensibel, wie er sich seit Beginn der Staffel gibt. Da freut man sich richtiggehend auf Szenen mit Tanja, die mit ihrem süß-schulmädchenhaften Gehabe vor sich hin palavert.

„Oh, ich kann das nicht“, jammert die 25-jährige Tanja, als sie die Dschungelprüfung beginnt. Sie und Walter werden jeweils in eine Box mit Insekten gesteckt und müssen sich Gegenstände merken, die auf einem Laufband vor ihnen vorbeifahren. Zuvor hatte Daniel Hartwich die Prüfung anmoderiert: „Guten Tag, liebes Publikum und Freunde der öffentlich-schrecklichen Fernsehunterhaltung. Er folgt jetzt ein Klassiker.”  Sonja Zietlow, tanzt, wie einst Rudi Carrell über das Fließband und trällert ein Liedchen über die Dschungelprüfung „Am schlauchenden Band“.

Sechs Sterne gewinnen die beiden und  bescheren den Teilnehmern somit spannende Lebensmittel zum Abendessen wie: Hase, lila Karotten, Baby-Bananen und Fingerlimetten. An sich wäre das ja nicht schlimm, aber dann, es ist nicht zu fassen, meldet sich Benjamin zu Wort. Maren solle doch kochen, meint der Engländer, bei ihr schmecke es immer am besten. Wie bitte? Das ist ein Schlag ins Gesicht für Walter, wo er doch überzeugt davon ist, die Küchenfee schlechthin zu sein. Diese Engländer fressen halt auch alles!
Da isst er lieber gar nichts, der 60-jährige Charmeur und unterhält Patricia mit hoch-intellektuellen Witzen über Marens Stuhlgang. Genauso anspruchsvoll wie die Sendung begonnen hat, läuft sie also auch aus. Guten Appetitt!