Bucks heile Welt Winke-Arme

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Autorenfoto © Foto: Christian Käsmayr
Ulm / Gerlinde Buck 04.08.2018

Arme Arme. Im Sommer stehen die beiden Vorderextremitäten unter besonders strenger Beobachtung. Wenn es nach der Figurformenpolizei (FFP) geht, sollten die Besitzerinnen von  Winke-Armen und ähnlich undefinierten Gliedmaßen  das Haus am besten gar nicht oder nur ganzkörperkaschiert verlassen. Vorzugsweise in Sackund­aschgrau, denn Knallfarben ziehen, genau wie Querstreifen und Punkte, alles in die Breite und sind von daher ausschließlich zur Inszenierung filigraner Festfleischkörper vorgesehen.

    Von lommeligem Material hingegen muss man laut FFP vor allem dies: ablenken. Eine Softfleischige, die  partout blank ziehen und beinhart  ärmellos gehen will, sollte wenigstens zu einem Top mit streckenden Längsstreifen greifen, denn die ziehen „den Blick weg von den Armen“. Oder zu einem Hemdchen mit „horizontalem Volant“,  denn der „verdeckt die Oberarme fast ganz“.  Weist das  Bauschgewölle noch dazu ein grafisches Muster auf, um so besser, denn „viele schräge Diagonalen verwirren das Auge und lassen Formen in den Hintergrund treten“.

  In der Tat. Nach nur zehn  Minuten Kreuz- und Querlesen der  Empfehlungen für schrägdiagonales Körper-Management wissen wir nicht mehr, wo oben und unten ist, aber dafür eines ganz genau: lieber Schlabber am Arm als Mus in der Birne.  Kein Muster der Welt kann das kaschieren. Wie man bei der FFP deutlichst sieht.

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