Geringere Belastung als 2016 Wind verteilt Böller-Feinstaub

Das große Aufräumen: Müll der Silvesternacht, der Feinstaub hat sich schnell wieder verteilt. Foto: Julian Stratenschulte
Das große Aufräumen: Müll der Silvesternacht, der Feinstaub hat sich schnell wieder verteilt. Foto: Julian Stratenschulte © Foto: Julian Stratenschulte
Dessau-Roßlau / DPA 02.01.2018

Das Silvesterfeuerwerk hat die Luft bei diesem Jahreswechsel weniger stark belastet als früher. Der Grund dafür sei vor allem das Wetter gewesen, sagte Ute Dauert vom Umweltbundesamt am Dienstag.

Kräftiger Wind habe die großen Mengen an Feinstaub schnell verteilt, anhaltender Regen habe die Luft reingewaschen. „Das Feuerwerk hat die Feinstaubwerte auch in diesem Jahr explosionsartig ansteigen lassen, allerdings blieb das auf die Stunde nach dem Jahreswechsel beschränkt“, sagte Dauert.

Besonders in Großstädten schieße die Feinstaubkonzentration durch Böller in die Höhe. Spitzenreiter war in diesem Jahr das fränkische Fürth mit 1331 Mikrogramm pro Kubikmeter Luft, gefolgt von der Nachbarstadt Nürnberg mit 1181 Mikrogramm. Auch in Ingolstadt, Hamburg, Leuna (Sachsen-Anhalt), Regensburg, München, Hannover und Chemnitz wurden eine Stunde nach dem Jahreswechsel hohe Werte von mehr als 600 Mikrogramm gemessen. Schon zwei Stunden später war die Belastung bereits wieder auf Normalwerte von teils weniger als 20 Mikrogramm gesunken.

Weil der Wind die Partikel rasch verteilte, wurde am 1. Januar in der Folge nur an elf Messstationen bundesweit der zulässige Tageshöchstwert von 50 Mikrogramm überschritten. Beim vergangenen Jahreswechsel war das noch an 187 Stationen und damit an fast jeder zweiten Messstelle der Fall gewesen.

Dauert verwies auch auf eine gute Ausgangslage vor den Silvesterfeiern. Schon den ganzen Dezember über sei die Feinstaubbelastung wegen des milden Wetters mit viel Wind und Regen relativ niedrig gewesen. „Das kann beim nächsten Mal schon wieder ganz anders sein.“

Messwerte und Karten des UBA