Baiersbronn / DPA

Im Nordschwarzwald sind am Wochenende erneut Schafe gerissen worden. Wie das Umweltministerium am Montag mitteilte, gab es am Samstag zwei Risse in einer Herde bei Baiersbronn-Huzenbach (Kreis Freudenstadt). Ein drittes Tier sei verschwunden. „Zum jetzigen Zeitpunkt ist es unklar, ob ein Wolf oder möglicherweise ein Hund für die Risse verantwortlich ist“, hieß es vom Ministerium.

Nach dem Wolfsangriff auf eine Schafherde im Nordschwarzwald sollen schnell Fördermittel für den Herdenschutz fließen.

Ergebnis der Untersuchung in zwei Wochen

Mitarbeiter der Forstlichen Versuchs- und Forschungsanstalt haben Abstriche gesichert und zur Untersuchung an das Senckenberg-Institut geschickt. Ein Ergebnis wird erst in zwei Wochen erwartet. Wildtierbeauftragte sind um vermehrte Aufmerksamkeit gebeten.

Huzenbach liegt rund 30 Kilometer entfernt von Bad Wildbad. Hier hatte Ende April eine Wolfsattacke für Schlagzeilen gesorgt, bei der 44 Schafe starben. Die Region um Bad Wildbad wurde kurze Zeit nach dem Wolfsriss zum „Wolfsgebiet“ erklärt. Experten gehen davon aus, dass sich das Raubtier dort dauerhaft angesiedelt hat. Es gibt laut Umweltministerium immer wieder mal Nachweise, dass sich der Wolf noch in dem Gebiet aufhält - etwa über sogenannte Fotofallen.

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