Wie man lästigen Fußpilz wieder los wird

DPA 09.07.2016
Barfuß laufen, Sandalen tragen – Sommer heißt Füße zeigen. Bei manch einem sind sie aber ein gesundheitliches Problem. Der Grund ist Fußpilz.

Wie erkennt man Fußpilz? O ft beginnt Fußpilz zwischen den Zehen: Der Bereich ist meist gerötet, es bilden sich kleine Bläschen und es juckt, erläutert Annett Biedermann vom Deutschen Verband für Podologie. 

Wie bekommt man Fußpilz? Fußpilz ist ansteckend, sagt der Dermatologe Ulrich Klein. Man bekommt ihn dort, wo viele Menschen barfuß unterwegs sind: in Umkleidekabinen, im Schwimmbad, in Gemeinschaftsduschen, im Hotel.

Bekommt man den Pilz alleine wieder in den Griff? Fußpilz muss auf jeden Fall behandelt werden – das ist in Eigenregie durchaus machbar. „Wichtig ist, dass man den Pilz konsequent behandelt“, erklärt Gabriele Overwiening, Vorstandsmitglied der Bundesapothekerkammer. Zur Behandlung gibt es pilzabtötende Cremes, Tinkturen oder Puder. Diese muss man mitunter ein- bis zweimal täglich über mehrere Wochen anwenden.

  Welche Medikamente kommen zur Eigenbehandlung infrage? Man sollte ein so genanntes Breitband-Antimykotikum wählen – also ein Medikament, dass nicht nur gegen einen bestimmten Pilz wirkt. Am häufigsten kommen Mittel aus der Gruppe der Azole oder mit dem Wirkstoff Terbinafin zum Einsatz – man bekommt sie rezeptfrei in der Apotheke. „Die Azole müssen ein- bis zweimal täglich angewendet werden. Wenn die Beschwerden weg sind, muss man mindestens zwei Wochen weiterbehandeln“, sagt Overwiening. Sonst breitet sich der Pilz wieder aus. „Terbinafin verweilt länger in der Haut. Man muss es einmal am Tag über zwei Wochen anwenden.“ Es gibt auch Mittel, die nur ein einziges Mal angewendet werden müssen. Dann darf der Fuß aber 24 Stunden lang nicht feucht werden.

Was kann man unterstützend tun? Man sollte darauf achten, die Zehenzwischenräume möglichst trocken zu halten. Man sollte sie aber nicht mit dem Handtuch trocken rubbeln, dabei kann die Haut zusätzlich verletzt werden, was den Pilz begünstigt. „Besser ist trockenföhnen“, sagt Overwiening. Strümpfe, Handtücher und Co. waschen Betroffene am besten bei mindestens 60 Grad. Idealerweise desinfiziert man seine Schuhe mit einem Desinfektionsmittel, das auch gegen Pilze wirkt.

  Wann sollte man zum Arzt? Unbehandelt kann sich Fußpilz ausbreiten und die Nägel befallen, warnt Biedermann. Über die Risse können Bakterien in die Haut eindringen und zu einer Wundrose führen. „Wenn der Fuß schmerzt, eine Rötung und Schwellung aufweist, einem übel ist und man Schüttelfrost bekommt, ist es höchste Zeit zum Arzt zu gehen“, beschreibt Klein die Symptome. Aus einer Wundrose kann sich schlimmstenfalls eine Blutvergiftung entwickeln. Wenn die Behandlung in Eigenregie nach zwei Wochen nicht angeschlagen hat, sollte man zum Arzt gehen.