Der „Welt-Nichts-Tag“ (16. Januar) ist irgendwie paradox, nicht wahr? Denn eigentlich ist immer was. Oder, wie der brave Soldat Schwejk sagte: Noch nie war’s, dass es nicht irgendwie war. Genau. Deshalb ist jeder Tag auf seine besondere Art welttagverdächtig, der 19. Februar war Tag der Minzschokolade, gestern, am 21. März – die Spatzen (20. März) pfiffen‘s von den Dächern – war Welttag der Poesie, rechtzeitig zum Frühlingserwachen, blaues Band und so, und Veilchen wollen balde. Heute nun ist der Welttag des Wassers, und der hat, im Gegensatz zum Welttag des Purzelbaumes (27. Mai), einen durchaus bodenständigen Hintergrund. Mal gibt es zu wenig (Afrika), mal zu viel (Anden) davon. Der Welttag der Meteorologie (23. März) hilft da nicht wirklich, um Hilfe bemüht sich aber die Internationale Wasserorganisation IWAO e.V., das IWAO steht für International Water Aid Organization. Von zwei Einsätzen 2016 wird berichtet, die IWAO unterstützte im Oktober die Versorgung Haitis mit Trinkwasser nach dem Hurrikan Matthew und finanzierte im Februar die Instandsetzung von Brunnen im Südsudan. Für den Heidelberger Oberbürgermeister Eckart Würzner freilich war der Weltwassertag – noch nie war’s, dass nicht irgendein Anlass war – Grund, die Schirmherrschaft über die IWAO zu übernehmen. Na sowas: Die Organisation sitzt in der Stadt am Neckar. Übrigens: Welttag des Lächelns ist der erste Freitag im Oktober.