Egal ob getigert, bunt, schwarz, vom Bauernhof oder eine Rasse: Katzen sind als Haustiere sehr beliebt. So sehr, dass sie laut dem Portal statista.de als die beliebtesten Haustiere der Deutschen gelten. Rund 16,7 Millionen Samtpfoten lebten nach Angaben des Industrieverbandes Heimtierbedarf 2021 in den Haushalten hierzulande, nach 15,7 Millionen im Vorjahr. Vergleicht man das mit anderen westeuropäischen Staaten, werden die meisten Katzen in Deutschland gehalten. International haben Katzen sogar einen eigenen Tag: den Weltkatzentag. Wann der internationale Tag der Katze 2022 ist sowie weitere Fakten um die beliebten Haustiere gibt es hier in der Übersicht.

Wann ist der Weltkatzentag?

Der internationale Tag der Katze, auch Tag der Katze, internationaler Katzentag oder eben Weltkatzentag genannt, ist am 08.08. In diesem Jahr fällt der Tag also auf Montag, den 8. August 2022. Der Weltkatzentag ist immer am 8. August. Im nächsten Jahr, also 2023, fällt er auf einen Dienstag.

Warum gibt es den internationalen Tag der Katze?

Den Weltkatzentag gibt es seit dem Jahr 2002. Wer den Aktionstag überhaupt ins Leben gerufen hat, ist nicht ganz klar. Allerdings wird die Tierschutzorganisation „International Fund for Animal Welfare“ als Initiator aufgeführt.
Am Tag der Katze feiern Katzenbesitzer das Zusammenleben mit ihren Haustieren. Die Bedeutung geht aber auch noch weiter: Tierschutzorganisationen rufen an diesem Tag in Erinnerung, welche Verantwortung mit der Katzenhaltung einhergeht. Außerdem wird an diesem 08.08. oft auf Missstände in der Katzenhaltung hingewiesen, auf Tierschutz und Zucht. Andere Tier- und Umweltschutzorganisationen gehen an diesem Tag nicht nur auf Katzen als Haustiere ein, sondern nehmen den Tag zum Anlass, auf bedrohte Wild- und Großkatzen aufmerksam zu machen.

Welche Wildkatzen und Großkatzen sind bedroht?

Entweder zerstören Menschen ihren Lebensraum, sie werden gejagt oder die Beute wird weniger: Viele Raubkatzen und Wildkatzen sind bedroht. Ein paar Beispiele, welche dazu gehören:
  • Tiger
  • Schneeleoparden
  • Rostkatzen
  • Afrikanische Goldkatze
  • Fischkatze
  • Bergkatze

Katzen kastrieren zum Schutz von Wildkatzen

"Katzen schenken ihren Menschen Freude und Gesellschaft und machen sich auf Höfen als Mäusejäger nützlich. Doch Katzenhalter:innen tragen auch Verantwortung für ihre Katzen". Das sagt Susanne Steib, Wildkatzenexpertin vom BUND Landesverband Hessen. "Katzen mit Freigang machen gerne Jagd auf Vögel, Eidechsen und andere Kleintiere. Und unkastrierte Freigänger tragen zur Vermehrung von verwilderten Streunerkatzen bei." Auch in Deutschland gibt es viele verwilderte Hauskatzen, Schätzungen gehen von 2 Millionen Streunern aus.
Streunerkatzen sind oft krank und unterernährt und vermehren sich rasant. Abgesehen von diesem Katzenelend erbeuten sie viel öfter Vögel und andere Tiere, weil sie nicht gefüttert werden. Und sie stellen noch aus einem anderen Grund ein Problem dar: Sie können eine Bedrohung für die geschützte Europäische Wildkatze darstellen. "Verwilderte Hauskatzen können sich mit Europäischen Wildkatzen verpaaren. Daraus entstehen sogenannte Hybride, die eine Gefährdung für die Wildkatzenbestände sein können", so Steib weiter. Genetische Untersuchungen zeigen, dass die Wildkatzen in großen Waldgebieten wie in der Eifel, im hessischen Bergland oder Hainich noch echte Wildkatzen sind. Doch beispielsweise in einigen Gebieten Baden-Württembergs wurden in den letzten Jahren besorgniserregend viele Hybridkatzen nachgewiesen. Schottland ist laut BUND ein Extrembeispiel, weil es dort mittlerweile praktisch nur noch Hybride und gar keine echten Wildkatzen mehr gibt.
Zum Schutz der Wildkatze und zur Vorbeugung gegen die unkontrollierte Ausbreitung von Streunern ist das Kastrieren und Sterilisieren unerlässlich.
Wildkatze im Wald.
Wildkatze im Wald.
© Foto: Thomas Stephan ; BUND

Wann ist der Tag der schwarzen Katze?

Schwarze Katzen haben bekanntlich einen schlechten Ruf. In Europa galten sie jahrhundertelang als Komplizen des Teufels und wurden sogar verfolgt. Für Menschen, die abergläubisch sind, bringen schwarze Katzen Unglück. Dieser Glaube schlägt sich auch heute noch nieder: Schwarze Katzen warten in Tierheimen länger auf ein neues Zuhause als andere Katzen. Um die Katzen mit schwarzem Fell in ein besseres Licht zu rücken, gibt es den „Black Cat Appreciation Day“ am 17. August. An diesem Tag sollen die schwarzen Fellknäuele besondere Wertschätzung erfahren. In Großbritannien gibt es für schwarze Katzen sogar noch einen weiteren Tag. Am 27. Oktober feiern Briten den „National Black Cat Day“.

Weltkatzentag Bilder

Katzen zum Weltkatzentag.
Katzen zum Weltkatzentag.
© Foto: dpa

Katzen zum Weltkatzentag.
Katzen zum Weltkatzentag.
© Foto: dpa
Katzen zum Weltkatzentag.
Katzen zum Weltkatzentag.
© Foto: dpa
Katzen zum Weltkatzentag.
Katzen zum Weltkatzentag.
© Foto: dpa
Katzen zum Weltkatzentag.
Katzen zum Weltkatzentag.
© Foto: dpa

Tag der Katze: Welche Katze ist die teuerste?

Rassekatzen sind in der Anschaffung oft nicht günstig. Wer eine besondere Rasse will, zahlt dafür ordentlich. Laut der Internetseite heimwerker.de ist die teuerste Rassekatze die Savannah-Katze. Wer eine möchte, muss allein für die Anschaffung circa 2350 Euro zahlen. Insgesamt kostet die Katze über 10.000 Euro. Laut heimwerker.de entsteht die Summe durch die Anschaffungskosten und durch monatliche Kosten von 40 Euro.

Rassekatzen sind oft Qualzuchten: Was bedeutet das?

Rassekatzen kommen aber oft mit besonderen Bedürfnissen. Aus diesem Grund landen diese Tiere oft im Tierheim – weil die Besitzer mit den Anforderungen überfordert sind.
Es gibt zudem viele Rassen, die wegen Überzüchtung an Krankheiten leiden. Diese Tiere nennt man Qualzuchten – denn die Art und Weise, wie sie gezüchtet wurden, gibt ihnen ein qualvolles Leben. Unter anderem folgende Rassekatzen haben laut der Webseite „Ein Herz für Tiere“ oft schwere Krankheiten bedingt durch ihre Züchtungen:

Scottish Fold

Der Scottish Fold.
Der Scottish Fold.
© Foto: dpa

Perser

Eine Perserkatze.
Eine Perserkatze.
© Foto: dpa

Exotic Shorthair

Exotic Shorthair Katze.
Exotic Shorthair Katze.
© Foto: dpa

Munchkin

Eine Munchkin Katze hat verkürzte Beine.
Eine Munchkin Katze hat verkürzte Beine.
© Foto: Pexels

Sphynx

Eine Sphynx-Katze.
Eine Sphynx-Katze.
© Foto: dpa

Devon Rex

Die Devon Rex Katze.
Die Devon Rex Katze.
© Foto: dpa

Natürlich sind nicht alle diese Tiere krank. Aber die Wahrscheinlichkeit ist bei ihnen besonders hoch. Bevor man also viel Geld in ein Tier investiert, das am Ende ein unglückliches Leben führen muss, lohnt sich der Blick ins Tierheim.