Jedes Jahr findet es statt: Die Tagung des Weltwirtschaftsforums (WEF) in Davos. Das Treffen, zu dem in der Regel rund 3000 Unternehmer, Staatsbeamte, Politikerinnen und Politiker sowie Vertreter der Zivilgesellschaft kommen, findet in diesem Jahr vom 22. bis 26. Mai 2022 statt. Üblicherweise findet das Treffen im Januar statt, wegen der Corona-Pandemie hat man die Tagung aber dieses Jahr auf den Mai verlegt. Im Jahr zuvor war das WEF ein virtuelles Event.
  • Was passiert beim WEF in Davos?
  • Wer sind die Teilnehmer 2022?
  • Was werden die Themen dieses Jahr sein?

Weltwirtschaftsforum: Was ist das WEF in Davos?

Die wichtigsten Fakten über das WEF auf einen Blick:
  • Gründung: 1971
  • Gründer: Klaus Schwab
  • Rechtsform: Stiftung
  • Themen 2022: Energiewende, Krieg in der Ukraine, Erholung nach der Pandemie, Inflation und Lebensmittelpreise
  • Nächster Termin: 22. bis 26.05.2022
  • Webseite: www.weforum.org
Das Weltwirtschaftsforum wurde 1971 gegründet, um nach eigenen Angaben „den Zustand der Welt zu verbessern“. Das WEF ist hauptsächlich für das Jahrestreffen in Davos bekannt, da bei dieser Tagung zahlreiche Personen und Unternehmen aus allen Lebensbereichen zusammen kommen, um über die aktuell wichtigsten Fragen zu sprechen. Die Stiftung hat über 1.000 Mitglieder, die in der Regel Unternehmen einen Umsatz von mehr als fünf Milliarden US-Dollar haben.
Kritisiert wird das WEF dafür, dass es im Grunde ein Treffen der globalen Elite ist, das wenig dafür tut, die breite Gesellschaft einzubinden. Zugang haben nur die Reichen und Mächtigen, der normale Bürger darf nicht teilnehmen. Die Entscheidungen, die beim WEF getroffen werden, sind undemokratisch und werden ohne Transparenz getroffen, so die Kritik.

Wo liegt Davos?

Davos ist eine Gemeinde in der Schweiz. Es liegt im Kanton Graubünden.

Davos 2022: Wer kommt dieses Jahr zum WEF?

Die gesamte Teilnehmerliste ist nicht bekannt, da es sich um tausende Personen handelt. Zu den wichtigen Persönlichkeiten gehören aber mit Sicherheit einige aus der Ukraine. Der Krieg in der Ukraine wird eines der beherrschenden Themen beim Weltwirtschaftsforum in Davos. Unter anderem hat der Bürgermeister von Kiew, Vitali Klitschko, seine Präsenz in dem Schweizer Alpenort zugesagt. Präsident Wolodymyr Selenskyj werde sich virtuell zuschalten und am 23. Mai die Auftaktrede halten.
Vor Ort erwartet werden unter anderem auch der stellvertretende Ministerpräsident Mychajlo Fedorow, fünf Parlamentsabgeordnete sowie Wladimir Klitschko, der Bruder des Bürgermeisters von Kiew und Vorsitzende der Klitschko-Stiftung. „Die Welt steht an einem historischen Wendepunkt, und das verlangt von uns, dass wir uns dringend und schnell mit den derzeitigen geoökonomischen und geopolitischen Herausforderungen befassen“, teilte das WEF mit.
Allerdings fehlen in diesem Jahr noch ein paar wichtige Namen. Olaf Scholz reist nicht nach Davos, genauso wenig wie US-Präsident Joe Biden. Chinas Präsident Xi Jinping hat ebenfalls noch keine Reise angekündigt. Aus Deutschland anreisen wird aber wohl Wirtschaftsminister Robert Habeck (Grüne). Die Chefin der Europäischen Zentralbank, Chrisitne Lagarde, wird auch in Davos erwartet.