Was meinen Sie dazu

14.04.2014
Geschenke zu Ostern – muss das sein? Manche Eltern sehen das als Auswuchs der Überfluss-Gesellschaft, andere überschütten ihr Kind auch an Ostern mit Geschenken.

CONTRA: Ostern wird zum zweiten Weihnachten. Nicht ob der religiösen Bedeutung, sondern der kommerzionellen Ausbeutung wegen. Weihnachten und Schenken, das passt ja, weil die Christen dann feiern, dass Gott der Menschheit das Heil in Gestalt seines Sohnes geschenkt hat. Aber Ostern? Eine kleine Aufmerksamkeit für die Kinder – klar. Vielleicht das Nest mit Osterhase und gefärbten Eiern (falls man deren Sinn erklären kann). Aber Fahrräder, Spielzeug, Geld? Was soll das?

PRO: Wäre ich zwölf, stünde hier: Ich liiiiiiebe Geschenke! Da ich das nicht mehr bin, mache ich einfach gerne Geschenke. Denn Geschenke sind etwas Tolles, für Schenkende wie Beschenkte. Denn warum sollte man das Trauerspiel der eigenen Kindheit – an Ostern Süßigkeiten suchen und dann mit einer Schar von Schwestern und Cousins teilen – am eigenen Nachwuchs wiederholen? Niemals! Es wird geschenkt, üppig und für jedes Kind, gerade an Ostern. Wie heißt es doch: Wer schenkt, der liebt. Eben.