Sommerfestspiele Wiblingen Kelly Family: Alle Infos rund um das Konzert in Ulm

Die Kelly Family heute: oben (v.l.) Angelo, John und Kathy, unten Patricia, Jimmy und Joey.
Die Kelly Family heute: oben (v.l.) Angelo, John und Kathy, unten Patricia, Jimmy und Joey. © Foto: Helen Sobiralski
Ulm-Wiblingen / Rebecca Jacob 16.08.2018
Die Folk-Familie aus Irland hat in den 90ern mit Hits wie „An Angel“ und „One More Song“ unsere Herzen und die Charts gestürmt. Wie steht es heutzutage um die Band?

„Sometimes I wish I were an aaaangel“ – diese Zeile kann wohl jeder mitgrölen, der in den 90er Jahren mal in die Nähe eines Radios gekommen ist.

Kreischende Teenager, ausverkaufte Konzerte, Besuche in TV- und Radioshows - das war damals Alltag für die irischstämmige Großfamilie um den mittlerweile verstorbenen Vater Dan Kelly. Ihre größten Erfolge:

  • 1995 sangen die Geschwister vor Papst Johannes Paul II.
  • Ebenfalls 1995 spielte die Kelly Family neun Mal hintereinander in der ausverkauften Westfalenhalle in Dortmund.
  • Ihr Album „Over the Hump“ (1994) verkaufte sich rund 2,5 Millionen Mal und wurde vier Mal mit Platin ausgezeichnet.
  • Die Single „I can’t help myself“ (1996) landete in acht Ländern auf Platz eins in den Charts.

Bis 2006 wurde die Kelly Family mit 48 Gold- und Platinplatten ausgezeichnet und gewann zahlreiche Preise der Musikbranche.

Angefangen hatte alles mit Vater Dan Kelly, der die konsumorientierte Gesellschaft in den USA, wo er damals lebte, ablehnte und Mitte der 60er Jahre mit Frau und Kindern nach Spanien auswanderte. Schon früh trat die Familie als Straßenmusikanten auf, Mitte der 90er gelang ihr mit dem Album „Over the Hump“ den Durchbruch.

Zwischen Heldenverehrung und Spott

Charakteristisch für die Kelly Family waren von Anfang an ihre altertümliche oder hippie-ähnliche Kleidung und ihre langen Haare. Von Fans dafür gefeiert, wurden sie von Presse und Comedians oft verspottet und parodiert.

Ihr Leben auf einem Hausboot in Köln erregte Aufsehen, vor allem, als sie zum Schutz vor aufdringlichen Fans eine Mauer darum errichteten. Auch auf dem Schloss Gymnich bei Köln, das die Familie ab 1998 bewohnte, hatte sie keine Ruhe: Fans, vor allem junge Mädchen, übernachteten scharenweise auf dem Gelände.

Jahre später beschrieben verschiedene Mitglieder den Hype als extreme Belastung. Jimmy Kelly erzählte von Drogenkonsum und Suizidversuchen, Paddy Kelly zog sich von 2004 bis 2010 in ein französisches Kloster zurück.

Comeback 2017 und Konzert in Wiblingen

Vergangenes Jahr war es dann soweit: Am 17. Mai spielte die Kelly Family ein Comeback-Konzert in der Dortmunder Westfalenhalle. Die Tickets waren nach 18 Minuten ausverkauft, daher spielte die Band zwei Zusatzkonzerte, die ebenfalls schnell ausverkauft waren.

Seitdem gibt die Kelly Family fleißig weiter Konzerte, unter anderem auch am 16. August im Wiblinger Klosterhof bei den Sommerfestspielen. Die Tickets sind ausverkauft – wer unbedingt hinwill kann auf Ebay Kleinanzeigen sein Glück versuchen. Billig wird das aber nicht: Zwei Karten kosten dort momentan zwischen 165 und 289 Euro - anstatt rund 120 Euro.

Außerdem spielt die Band am 11. August in Freiburg und am 24./25. August auf der Loreley.

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