Statistik Was die Deutschen nie in ihrer Freizeit machen

Smartphone und Internet sind die Gewinner der Freizeit-Studie.
Smartphone und Internet sind die Gewinner der Freizeit-Studie. © Foto: dpa
Berlin / dpa, swp 05.09.2018
Es gibt Freizeitbeschäftigungen, die machen die Deutschen nur sehr ungern. Dazu zählen Musizieren, Malen und Dichten. Sagt zumindest die Statistik.

Schon mal darüber nachgedacht, worauf Sie heute so richtig keine Lust haben? Wir hätten da anhand einer Statistik zumindest eine Idee. Musizieren, Malen und Dichten zählen in Deutschland zu den unbeliebtesten Freizeitbeschäftigungen. Das geht aus dem neuen „Freizeit-Monitor“ hervor. Für die repräsentative Studie führt die Stiftung für Zukunftsfragen regelmäßig Umfragen durch. In diesem Jahr wurden im Juli rund 2000 Bundesbürger ab 14 Jahren befragt. Auf der Strecke bleiben immer häufiger echte Sozialkontakte wie Besuche bei den Großeltern oder Treffen mit Freunden.

Bei den liebsten Freizeitbeschäftigungen der Deutschen sind Smartphone und Internet die Gewinner der vergangenen fünf Jahre.

Nach Berechnungen der Stiftung haben die Deutschen im Schnitt rund vier Stunden Freizeit am Tag. Pro Jahr seien es rund 2500 Stunden.

Danach hat der Freizeitstress in Deutschland weiter zugenommen. Denn je mehr Optionen es gebe, desto häufiger würden sie auch nachgefragt, sagt Ulrich Reinhardt, wissenschaftlicher Leiter der Untersuchung. Dazu komme die Tendenz, andere in sozialen Netzwerken mit Selfies über Freizeiterlebnisse zu informieren. Glücklich seien viele Bundesbürger mit dieser Rastlosigkeit allerdings nicht. Viele wünschten sich mehr Ruhe sowie mehr Zeit für sich selbst und andere.

Den Monitor gibt es seit 1993. Seit mehr als 20 Jahren führt das Fernsehen die Hitliste an, die meisten Zuwächse gibt es heute aber bei den neuen Medien. Hinter der Stiftung für Zukunftsfragen steht das Tabakunternehmen British American Tobacco.

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