Mutprobe Warum man kein Waschmittel schlucken sollte

Jugendliche in den USA sehen es als Mutprobe, Waschmittelkapseln in den Mund zu stecken und zu zerbeißen.
Jugendliche in den USA sehen es als Mutprobe, Waschmittelkapseln in den Mund zu stecken und zu zerbeißen. © Foto: dpa
New York / dna/afp 26.01.2018
Jugendliche in den USA filmen sich beim Zerbeißen von Waschmittel-Kapseln. Ärzte und Hersteller warnen eindringlich.

Es ist ein weiterer absurder Internettrend: Die Tide-Pod-Challenge. Seit einiger Zeit betrachten es Jugendliche in den USA als eine Art Mutprobe, vor laufender Kamera eine Waschmittelkapsel der Marke Tide von P&G in den Mund zu stecken und zu zerbeißen.

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Videos davon verbreiteten sich in den vergangenen Wochen in sozialen Netzwerken. Seit Jahresbeginn wurden in Notaufnahmen in den USA nach Angaben des Verbands der Giftnotrufzentralen 86 „absichtliche Kontakte“ von Jugendlichen mit dem Waschmittel festgestellt.

„Wir können nicht oft genug sagen, wie gefährlich das für die Gesundheit ist“, warnte der Verband. Der Waschmittel-Verzehr könne zu Anfällen, Lungenödemen, Atemstillstand, Koma und sogar zum Tod führen.

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Der US-Konsumgüterkonzern Procter & Gamble will nun Videos aus dem Internet löschen lassen, in denen Jugendliche Waschmittelkapseln zerbeißen. Dafür arbeite P&G mit sozialen Medien zusammen.

Giftnotruf: In Deutschland gibt es mehrere Vergiftungszentralen, an die man sich in Notsituationen wenden kann. In Baden-Württemberg ist das die Vergiftungs-Informations-Zentrale in Freiburg: Tel.: (0761) 192 40. In Bayern ist der Notruf unter Tel.: (089) 192 40 erreichbar. Im akuten Ernstfall hilft auch die Notrufzentrale unter 112.

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