Ramadan Mubarak! Seit gut einer Woche begehen gläubige Muslime weltweit den Ramadan 2021. Das bedeutet, sie fasten 30 Tage lang und werden bis zum Zuckerfest 2021 zwischen Sonnenaufgang und Sonnenuntergang nicht essen, trinken oder rauchen. Das Fasten ist eine der fünf Säulen des Islam.
Wie lange geht der Ramadan? Wann endet die Fastenzeit? Welche Regeln und Verbote gibt es? In dieser Übersicht findet ihr alle Infos rund um den Beginn, Dauer, Ende, Kalender, Essenszeiten, Deko, Wünsche und Bedeutung des muslimischen Fastenmonats und des Fastenbrechens zusammengefasst.

Wie lange geht Ramadan 2021? Beginn, Dauer, Ende

In diesem Jahr beginnt der Ramadan am Dienstagabend, 13.04.2021, und endet am Mittwochabend, 12.05.2021. Folglich wird 30 Tage lang zwischen April und Mai gefastet.
Das Ende des Ramadan ist für gläubige Muslime ein sehr wichtiger Festtag, denn es ist gleichzeitig der Tag des Ramadanfestes. Das sogenannte Zuckerfest dauert je nach Land und Region normalerweise bis zu drei Tage.

Ramadan 2021 Kalender

Der Islam richtet sich nach dem Mondkalender und nicht nach der Sonne und dem Gregorianischen Kalender. Daher hat das islamische Festjahr 354 statt 365 Tage. Die Konsequenz: Der Ramadan verschiebt sich um zehn oder elf Tage pro Jahr nach vorn und durchläuft so allmählich alle Jahreszeiten.
Der Ramadan ist der neunte Monat des Jahres und beginnt mit dem Neumond. Aus diesem Grund wird der Beginn der Fastenzeit auch als „Geburt des neuen Mondes“ bezeichnet.
Um sich auf den Eintritt des Neumonds, bzw. auf den ersten sichtbaren Mond nach dem Neumond zu beziehen, wird auch von der „Mondsichtung“ als Kriterium für den Start des Ramadan gesprochen. Auf der Seite „mondsichtung.de“ kann genau eingesehen werden, zu welcher Zeit der Neumond eintritt, der den Ramadan einläutet. Auch die Unterschiede nach Regionen im globalen Vergleich werden hier berücksichtigt.

Wann ist Ramadan 2022?

Im kommenden Jahr startet der Fastenmonat einige Tage eher als in diesem Jahr. Hier die Termine im Überblick:
  • 1. Ramadan: 2. April 2022
  • Ramadan Ende: 1. Mai 2022
  • Zuckerfest: 2.-4. Mai 2022

Ramadan 2021 Regeln, Essenszeiten, Iftar, Verbote

An Ramadan gelten besondere Essenszeiten. Es darf von Sonnenaufgang bis Sonnenuntergang weder gegessen noch getrunken werden. Außerdem sind in dieser Zeit das Rauchen, Alkohol und Geschlechtsverkehr ebenfalls verboten.
Vor Sonnenaufgang ist eine leichte Mahlzeit erlaubt. Nach Sonnenuntergang wird dann normalerweise im Kreis der Familie oder Freunde gegessen. Dieses Mahl wird im Islam als Iftar bezeichnet

Ramadan 2021 Kinder, Paare und Ausnahmen

Ausnahmen gibt es bei Ramadan allerdings auch. Für Menschen in besonderen Lebenslagen oder in einem bestimmten Alter gilt die Fastenzeit nicht:
  • Schwangere
  • stillende Mütter
  • Kinder
  • Kranke
  • Reisende
Wer krank oder länger unterwegs ist, soll die Fastentage zu einem späteren Zeitpunkt nachholen.
Paare dürfen sich in während der Fastenzeit zwar berühren und küssen, Geschlechtsverkehr ist aber nicht erlaubt.

Ramadan 2021 in Berlin, München, Stuttgart und Co.

Gläubige Muslime beten mindestens fünfmal am Tag. Die Gebetszeiten für die Pflichtgebete sind Fadschr (Morgendämmerung), Dhuhur (Mittag), Assr (Nachmittag), Maghrib (Sonnenuntergang) und Ischaa (Abend). Die genauen Uhrzeiten variieren, da die Morgendämmerung von Ort zu Ort leicht unterschiedlich ist.
Es gibt eine Vielzahl an Kalendern, die Gebetszeiten in einzelnen Städten wie Berlin, Dortmund oder Stuttgart angeben. So kann man sich online beispielsweise für seine Stadt eine komplette Liste erstellen lassen. Viele Gemeinden geben aber auch einen eigenen Kalender heraus.
Youtube

Youtube Ramadan erklärt

Zuckerfest: Ramazan Bayrami 2021

Das Fest des Fastenbrechens, türkisch Ramazan Bayrami, wird in diesem Jahr vom 13.05.2021 bis 15.05.2021 gefeiert. Das Zuckerfest gehört zu den wichtigsten Festen des Islam und beendet den Fastenmonat Ramadan. Mit dem Zuckerfest danken Muslime Allah dafür, dass sie die Kraft für das Fasten und alle mit dem Ramadan verbundenen religiösen Aufgaben gefunden haben. Außerdem bitten sie Allah, ihre Gebete und ihre Mühe im Ramadan anzunehmen. Für mögliche Verstöße gegen das Fastengebot bitten sie Allah um Vergebung.
In vielen Ländern mit überwiegend muslimischer Bevölkerung sind die Tage des Zuckerfestes schul- und arbeitsfrei. In Deutschland unterscheiden sich die diesbezüglichen Regelungen nach Bundesland und teilweise auch nach Unternehmen. In Hamburg und Rheinland-Pfalz beispielsweise gibt es für muslimische Kinder am ersten Tag des Zuckerfests die Möglichkeit, auf Wunsch von der Schule beurlaubt zu werden. In einigen Unternehmen gelten ähnliche Regelungen.

Eid Mubarak und Ramadan Kareem: Die Wünsche zu Ramadan

Zum Beginn von Ramadan und während der Fastenzeit sagen sich Muslime gegenseitig „Ramadan Kareem“, „Ramadan Mubarak“ oder „Eid Mubarak“. Mit diesen Grüßen wünschen sie sich eine gesegnete Fastenzeit.
  • „Ramadan Kareem“ bedeutet übersetzt etwa „Habt einen großzügigen Ramadan“.
  • „Ramadan Mubarak“ bedeutet übersetzt „Gesegneter Ramadan“.
  • „Eid Mubarak“ bedeutet übersetzt etwa „Fröhliches Fest“.
Wünsche zum Ramadan-Beginn: Ramadan Kareem, Ramadan Mubarak oder Eid Mubarak
Wünsche zum Ramadan-Beginn: Ramadan Kareem, Ramadan Mubarak oder Eid Mubarak
© Foto: Pixabay

Ramadan 2021 Bedeutung: Darum fasten Muslime

Der Ramadan soll an die Zeit erinnern, als der Erzengel Gabriel dem Propheten Mohammed den Koran offenbarte. Sie gilt als eine besonders heilige Zeit. Der Islam besagt, dass der Ramadan der Monat ist, in dem Gott zu den Menschen spricht. Die Gläubigen sollen in dieser Zeit die Möglichkeit haben, sich intensiv mit ihrem Glauben auseinanderzusetzen.
Das Fasten im Ramadan gehört zu den sogenannten fünf Säulen des Islam und ist somit eine der wichtigsten Regeln des islamischen Glaubens. Die Muslime gehen davon aus, dass der Prophet Mohammed der erste Moslem war, der im Ramadan fastete. Ziel des Fastens ist es, Körper und Seele zu reinigen. Besonders wichtig ist in diesem Monat aber auch die Gemeinschaft und die Solidarität mit den Schwachen und Armen.

Ramadan Deko: Dekoration für den Fastenmonat

Für Ramadan gibt es zahlreiche kreative Deko-Artikel. Wer sein Heim für den Fastenmonat besonders schmücken möchte, findet online zahlreiche Angebote für Dekoration. Beliebt sind etwa:
  • Wandteppiche
  • Lichter
  • Lichterketten
  • Girlanden
  • Wimpel
  • Kalender

Corona-Regeln zum Beginn des Ramadan

Der baden-württembergische Integrationsminister Manne Lucha (Grüne) appelliert an die Menschen, sich auch im Fastenmonat Ramadan an die Corona-Regeln zu halten. Durch die Corona-Pandemie gebe es allerdings auch in diesem Jahr Einschränkungen, beispielsweise beim gemeinschaftlichen Fastenbrechen am Abend, oder beim Gebet in der Gemeinde, erklärte Lucha.
Die Corona-Pandemie stelle viele religiöse Menschen vor große Herausforderungen – „auch im Islam, der selbstverständlich zu Deutschland und natürlich Baden-Württemberg gehört“, sagte Lucha. Angesichts der Pandemie gelte wieder der eindringliche Appell, Kontakte auf das absolut Notwendigste zu reduzieren und die Hygieneregeln weiter konsequent einzuhalten. Es sei leider nach wie vor nicht die Zeit für größere Feiern und geselliges Beisammensein, bedauerte Lucha. Trotz der schwierigen Umstände wünsche er allen Musliminnen und Muslimen einen „gesegneten Ramadan“.

Ramadan 2021 in Zeiten von Corona

Weltweit sorgt die Pandemie für einen ungewohnten Ramadan. Saudi-Arabien verbietet in diesem Jahr das traditionelle gemeinsame Fastenbrechen (Iftar) und das Frühstück vor dem Morgengrauen (Suhur) in Moscheen. In Saudi-Arabien und den Vereinigten Arabischen Emiraten dürfen Gläubige höchstens 30 Minuten lang in Moscheen beten, in Ägypten brauchen sie dabei ihren eigenen Gebetsteppich.
In Ländern wie dem Iran, Tunesien und Marokko gelten nächtliche Ausgangssperren. Angesichts eines Rekordhochs der täglichen Fallzahlen dürfen Cafés und Restaurants in der Türkei nur einen Lieferservice anbieten. Treffen in großen Gruppen sind verboten.
Menschen in Indonesien dürfen wie bereits im vergangenen Jahr zu den Feierlichkeiten nicht in ihre Heimatstädte zurückzukehren. In dem Land leben weltweit die meisten Muslime. In Bangladesch ist es Moscheen untersagt, Essen zum Fastenbrechen anzubieten.
Insgesamt sind die Corona-Auflagen aber weniger streng als im vergangenen Jahr, wo Moscheen auch während des Ramadan meist komplett schließen mussten.